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USA: Steigung der Zinsstrukturkurve hat zugenommen


15.04.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Freitag legte der Euro gegen den US-Dollar deutlich zu, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Sei es in der Nacht noch eine durch M&A-Aktivitäten verstärkte Euro-Nachfrage aus Japan gewesen, die der Gemeinschaftswährung zu Stärke verholfen habe, habe sich die Bewegung im Tagesverlauf aufgrund guter Daten fortgesetzt. Zum einen hätten durch die überraschend starken Zahlen zum Export sowie Kreditwachstum aus China die Anzeichen einer konjunkturellen Erholung im Reich der Mitte zugenommen. Da Europas Wirtschaft durch ihren Außenhandel wesentlich stärker mit der chinesischen Konjunktur verbunden sei als die US-amerikanische, habe der Euro von diesen Nachrichten profitiert. Zum anderen hätten den Euro auch Daten aus Europa gestärkt. Nach zuletzt starken Zahlen zur Industrieproduktion aus Frankreich und Italien habe auch der geringer als erwartet ausgefallene Rückgang der gesamteuropäischen Industrieproduktion den Eindruck verstärkt, dass sich Europas Industrie stabilisieren könnte.

Allerdings seien auch in den USA die Konjunktursorgen zurückgegangen. Während der Markt die zuvor für 2019 erwartete Leitzinssenkung fast vollständig ausgepreist habe, sei auch die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen gestiegen und die Steigung der Zinsstrukturkurve habe zugenommen. Aufgrund der immer noch schwachen konjunkturellen Situation Europas sei jedoch nicht mit einer anhaltenden Aufwertung des Euro zu rechnen. (15.04.2019/alc/a/a)