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USA: 10-jährige Rendite auf höchstem Stand seit 2011


18.05.18 11:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In den vergangenen Monaten sind die Renditen von US-Staatsanleihen zum Teil spürbar angestiegen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Vor allem am kurzen Ende der Kurve hätten sich Spekulationen auf einen beschleunigten Zinserhöhungszyklus der FED und eine Verknappung der USD-Liquidität durch die Reduzierung von Reinvestitionen fälliger Anleihen durch die US-Notenbank in deutlich erhöhten Renditeniveaus bemerkbar gemacht. Aber auch bei 10-jährigen Anleihen seien gestern mit gut 3,10% so hohe Renditeniveaus ausgewiesen worden wie zuletzt im Sommer 2011.

Die US-Währungshüter hätten gemäß den Projektionen für einen angemessenen Pfad der Geldpolitik im März mit Blick auf die solide Konjunkturentwicklung und eine erwartete Inflationsrate im Zielbereich der Notenbank von 2% für das laufende Jahr noch zwei bis drei Anhebungen der FED Funds-Rate um 25 BP in Aussicht gestellt. Für 2019 seien im Median zudem drei weitere Erhöhungsschritte unterstellt worden. Eine Aktualisierung der Prognosen erfolge zusammen mit der FED-Sitzung im Juni. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt sind weniger optimistisch bezüglich der Wirtschaftsperspektiven und der Inflationsaussichten in den USA und erwarten in diesem Jahr zwei (Juni und September) und in 2019 nur eine (März) weitere Leitzinserhöhung.

Solange sich die US-Konjunkturdaten weiterhin solide präsentieren würden, dürften die Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer hinsichtlich zusätzlich notwendiger Verschärfungen der US-Geldpolitik hoch bleiben und die 10-jährigen US-Renditen weiter um die Marke von 3% schwanken. Sobald sich abzeichne, dass der Leitzinspfad flacher ausfalle als derzeit unterstellt, seien in diesem Laufzeitbereich aber wieder Renditeniveaus klar unterhalb der genannten Marke wahrscheinlich. (18.05.2018/alc/a/a)