Tschechien und Ungarn: Inflationsdaten und Zinsausblick


10.10.18 10:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die ungarischen Verbraucherpreise für September überraschten gestern mit +3,60% auf der Oberseite, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Damit liege die Inflation weiterhin in der von der ungarischen Notenbank festgelegten Bandbreite von 2,00% bis 4,00%. Die Rendite 10-jähriger ungarischen Staatsanleihen sei auf 3,86% angestiegen. Trotzdem erwarte niemand eine Änderung der Zinspolitik der Notenbank (Leitzinsen bei 0,90%), da die Kerninflation nur leicht auf 2,4% angestiegen sei. EUR/HUF (Ungarischer Forint) habe auf die Zahlen mit einer leichten Schwäche bis 325,70 reagiert. Weitere Schwäche bis 327,20 könnte folgen.

Die tschechischen Verbraucherpreise für September hingegen seien von 2,50% im August auf 2,30% im September gesunken (Zielwert der Notenbank: 2,00%). Auch hier würden Experten keine Änderung bei der kommunizierten Zinspolitik erwarten, die laut Vize-Gouverneur Hampl eine weitere Zinsanhebung für November erwarten lasse. Auch EUR/CZK (Tschechische Krone) sei danach leicht angestiegen. Ein neuerlicher Test von 26,00 könnte kommen. (10.10.2018/alc/a/a)