Erweiterte Funktionen

Stimmungstests und BoE-Sitzung


26.03.20 10:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Stimmungseintrübung, die angesichts der Coronakrise erfolgt, ist massiv und darauf haben bereits einige Umfragen hingewiesen, so die Analysten der Helaba.

Ein völlig neues Bild ergebe sich heute mit anstehenden, aktuellen Zahlen wohl nicht, dennoch würden das GfK-Konsumklima in Deutschland und das INSEE-Geschäftsklima in Frankreich eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Blick auf die Historie zeige, wie tief die Stimmungsbarometer in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gesunken seien.

Der Unterschied der aktuellen Krise zu den Geschehnissen von damals sei die Tatsache, dass die "lockdowns" zu einem Einbruch in Rekordgeschwindigkeit sorgen würden. Die beispiellosen Rückgänge der Service-PMIs hätten bereits darauf hingewiesen. Vor diesem Hintergrund seien Enttäuschungen bei den heutigen Datenveröffentlichungen möglich. Das Geldmengenwachstum (M3) der Eurozone des Monats Februar werde kaum für Aufmerksamkeit sorgen.

Notenbankseitig stehe die Bank von England im Fokus, auch wenn die britische Notenbank bereits außerplanmäßig die Zinsen auf ein Rekordtief bei 0,1% gesenkt und das Anleihezielvolumen auf 645 Mrd. GBP erhöht habe. Eine weitere Aktivität sei zwar nicht auszuschließen, aber Hinweise auf weitergehende Maßnahmen habe es nicht gegeben.

In den USA richte sich der Fokus auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der letzten Berichtswoche. Ein massiver Anstieg auf 1,5 Mio. neue Arbeitslose sei durchaus im Rahmen des Möglichen und werde auf die gravierenden Auswirkungen hinweisen. Ebenso kräftig dürfte der Einfluss auf das Stimmungsbarometer der Region Kansas City sein. Ein starker Rückgang werde erwartet. (26.03.2020/alc/a/a)