Staatsanleihen: Wie gewonnen, so zerronnen?


30.11.21 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Beruhigende Informationen zur Schwere der Omikron-Infektionen gab es bereits am gestrigen Morgen und EZB-Ratsmitglied Villeroy de Galhau sorgte mit der Einschätzung, dass die Omikron-Mutation den konjunkturellen Ausblick nicht wesentlich verändere, für zusätzliche Zuversicht, so die Analysten der Helaba.

Jedoch hätten die Märkte die Bewegungen vom Freitag nicht vollständig wieder rückgängig gemacht. Bleibe zu hoffen, dass das Problem O"mikron" nicht größer und zu O"mega" werde, dem Ende der konjunkturellen Erholung.

Das Primärmarktgeschehen werde dominiert von den Aktivitäten des Tesoro in Rom. Zwei BTPs und eines CCTS sollten um insgesamt bis zu 5,75 Mrd. EUR aufgestockt werden. Zudem werde die 7-jährige Bund um 3 Mrd. EUR erweitert. Das Nettoangebot werde in der neuen Woche negativ ausfallen und um 6 Mrd. EUR sinken. Dies sollte für ausreichende Nachfrage sorgen.

Noch sei es zwar verfrüht, die Auswirkungen von Omikron abschließend zu bewerten, die schlimmsten Szenarien seien aber seitens der Märkte zu Wochenbeginn nicht wieder gespielt worden. Der Rentenmarkt habe aber dennoch die Kursgewinne vom Freitag teilweise verteidigen können. Aus technischer Sicht sei hervorzuheben, dass es dem Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) noch nicht gelungen sei, ein neues Impulshoch zu markieren, dies werde aber heute wahrscheinlich der Fall sein. Ein neues Hoch werde als prozyklisches Signal interpretiert, MACD und DMI würden sich ohnehin im Kaufmodus befinden. Der wichtige Widerstand vom Montag der Vorwoche liege bei 172,57. Unterstützungen würden sich bei 172,08 und in Form der 100-Tagelinie bei 171,48 zeigen. (30.11.2021/alc/a/a)