Staatsanleihen: Volatilität erhöht


01.12.21 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist aufgrund des Infektionsgeschehens und der Corona-Mutation weiterhin hoch, so die Analysten der Helaba.

Dies führe nicht nur zu einem gesteigerten Interesse an Bundesanleihen, sondern zu einer hohen Volatilität. Die Tagesschwankungen seien außergewöhnlich groß. Der Trend sei aber klar: Die Renditen würden sinken - auch in den USA. Allerdings dürfte der US-Renditevorteil nicht mehr kleiner werden, nachdem FED-Chef Powell gestern seine Bereitschaft zu einer weniger restriktiven Geldpolitik habe erkennen lassen.

Die Bundesfinanzagentur stocke heute die Obligation Oktober 2026 um 3 Mrd. EUR auf. Die letzte Auktion Anfang November sei bei einer Zuteilungsrendite von -0,50% immerhin 1,3-fach überzeichnet gewesen. Derzeit rentiere das Papier am Sekundärmarkt bei -0,62%. Italien habe gestern keine großen Schwierigkeiten gehabt, die zwei BTPs und den bis April 2029 laufenden Floater zu veräußern. Das Schatzamt habe insgesamt 5,75 Mrd. EUR einnehmen können. Bei den Peripherie-Spreads habe sich zuletzt trotz der sehr großen Schwankungen relativ wenig getan. Die Renditedifferenzen zu Bundesanleihen würden auf erhöhten Niveaus verharren.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe deutlich zugelegt und mit Kursen im Hoch von 172,71 ein prozyklisches Signal generiert. Damit sei der Aufwärtsimpuls intakt, was von den Indikatoren im Tageschart bestätigt werde. Der nächste Widerstand sei bei 173,54 in Form eines Hochs von Ende August zu finden. (01.12.2021/alc/a/a)