Staatsanleihen: Noch kein grünes Licht


21.09.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Marktsentiment war in den letzten Wochen geprägt von der Erwartung, dass die Inflationsängste zusammen mit dem robusten konjunkturellen Ausblick die Notenbanken zum Handeln bewegen werden, zuerst die FED und irgendwann auch die EZB, was die Rentenmärkte tendenziell belastete, so die Analysten der Helaba.

Habe sich diese Perspektive angesichts der erhöhten Risikoaversion am gestrigen Montag verflüchtigt? Die FED wäre nach Erachten der Analysten gut beraten, sich nicht vom Marktgeschehen irritieren zu lassen. Dass der Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik mit Risiken verbunden sei, müsse den Notenbankern klar sein. Frühzeitige und klare Kommunikation sei daher vonnöten und eine Gelegenheit dafür bestehe morgen.

Die zunehmende Risikoaversion habe beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) für einen Anstieg um zwischenzeitlich mehr als eine "big figure" gesorgt, entgegen der belastenden technischen Indikationen. Im Zuge dessen sei der Abwärtstrendkanal (heute bei 171,59) temporär nach oben verlassen worden. MACD und DMI stünden jedoch weiterhin im Verkauf und so erscheine es verfrüht, grünes Licht zu geben. Ungeachtet dessen helle sich das technische Bild auf. So habe auch die 100-Tagelinie gehalten. Sollte der Sprung aus dem Trendkanal nachhaltig sein, würden sich die nächsten Hürden um 172,10 und 172,33 finden, letzteres in Form der 21-Tagelinie. Bei 172,72 sei der 55-Tagedurchschnitt zu finden. (21.09.2021/alc/a/a)