Staatsanleihen: Nervosität erhöht


22.09.21 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Nervosität am Markt für Staatsanleihen ist hoch, was an der gestiegenen Volatilität abzulesen ist, berichten die Analysten der Helaba.

Die kräftigen Gewinne am Montag seien am Dienstag zeitweise zu einem großen Teil wieder abgegeben worden. Im Tagesverlauf sei es aber wieder zu steigenden Notierungen gekommen. Im Mittelpunkt des heutigen Tages stehe zweifelsohne die FOMC-Entscheidung und die Frage, ob ein Tapering in Aussicht gestellt werde. Für Einfluss dürften auch die neuen Leitzinsprojektionen der FOMC-Mitglieder ("Dot Plots") sorgen. Belastungen für den Rentenmarkt könnten nicht ausgeschlossen werden.

Die Bundesfinanzagentur habe gestern keine Mühe bei der Aufstockung einer 7-jährigen Anleihe gehabt - es sei zu einer 1,6-fachen Überzeichnung gekommen. Heute stehe die Bund Mai 2036 zur Erweiterung an. Zudem habe die Finanzagentur ihren Emissionskalender für das vierte Quartal aktualisiert. Zu nennenswerten Änderungen sei es nicht gekommen. Insgesamt würden 4 Mrd. EUR weniger aufgenommen als ursprünglich geplant. Kürzungen gebe es hauptsächlich bei Laufzeiten bis einem Jahr, am Kapitalmarkt stünden Anleihen im Volumen von 47 Mrd. EUR auf dem Programm.

Das technische Bild des Bund-Futures (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) weise Risiken auf, wenngleich der gut vierwöchige Abwärtstrend auf Tagesschlusskursbasis knapp habe überwunden werden können. Vor allem die Indikatoren würden wenig Anlass zu Optimismus geben. Unterstützungen seien bei 170,81 und um 170,00 zu finden. Auf Widerstand treffe der Future bei 172,12 und um 172,50. (22.09.2021/alc/a/a)