Staatsanleihen: Kurvenverflachung


02.12.21 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Volatilität am Markt für Staatsanleihen ist weiterhin hoch, so die Analysten der Helaba.

Gestern sei es mit den Renditen zunächst wieder bergauf gegangen, was mit einer Beruhigung an den Finanzmärkten und einer US-Notenbank zu begründen sei, die beabsichtige, die Geldpolitik weniger expansiv auszurichten. Die Renditestrukturkurven seien auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich flacher als noch zu Wochenbeginn und der US-Renditevorteil werde im kurzen Laufzeitbereich wieder größer.

Am Primärmarkt bleibe es geschäftig. Nachdem die Bundesfinanzagentur gestern die letzte Obligation in diesem Jahr erfolgreich erweitert habe (Bid/Cover-Ratio: 1,6), würden heute die Schatzämter in Spanien und Frankreich mit zumeist lang- bis ultralangen Laufzeiten aktiv. Das Gesamtvolumen liege bei gut 7 Mrd. EUR. Mit größeren Absatzproblemen sei nicht zu rechnen, zumal das Angebot an SSAs, Covered Bonds oder Bankanleihen derzeit sehr übersichtlich sei.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich zunächst abgeschwächt und Kurs auf die 100-Tagelinie genommen, die heute bei 171,48 verlaufe. Zu einem ernsthaften Test sei es aber nicht gekommen und in der Folge habe der Future sich wieder erholen können. Erst Kurse darunter würden Potenzial bis 170,79 eröffnen. Hier liege das 38,2%-Retracement des November-Aufwärtsimpulses. Zuvor sei die am letzten Freitag gerissene Kurslücke bei 171,06/171,14 zu erwähnen. Widerstände würden die Analysten bei 172,71 und 172,76 lokalisieren. (02.12.2021/alc/a/a)