Staatsanleihen: Bonität gefragt


03.12.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Heute könnten robuste US-Daten Erwartungen kräftigen, dass die FED im nächsten Jahr das Leitzinsband erhöhen wird, so die Analysten der Helaba.

Insofern scheine das Kurspotenzial am Rentenmarkt zunächst begrenzt zu sein, nachdem es gestern zu weiteren Gewinnen gekommen sei. Es gelte aber zu berücksichtigen, dass sich die Nachrichtenlage rund um die Corona-Pandemie und vor allem in Bezug auf die Omikron-Variante schnell verschlechtern und zu einer erhöhten Risikoaversion beitragen könne. In diesem Fall würde das Interesse an Staatsanleihen bester Bonität wieder zunehmen.

Die gestrigen Aufstockungen in Spanien und Frankreich seien problemlos verlaufen. Besonders gefragt seien die drei OATs gewesen, denn sie seien annähernd 3-fach überzeichnet gewesen. Frankreich habe das Funding für dieses Jahr abgeschlossen. Die konventionellen SPGBs seien mit 2-fachen Überzeichnungen ebenfalls gut gelaufen. Heute stünden keine Auktionen auf dem Programm. In der nächsten Woche gebe es Aufstockungen in Deutschland (2- und 10-jährige Bund) sowie in den Niederlanden. Ansonsten mache sich das näher rückende Jahresende mehr und mehr bemerkbar, denn die Aktivitäten und Volumina würden nachlassen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe zugelegt und ein neues Impulshoch markiert. Während von technischer Seite weitere Gewinne plausibel erscheinen, spricht das fundamentale Umfeld eher dagegen, so die Analysten der Helaba. Robust zu erwartende US-Daten könnten Spekulationen auf eine restriktivere US-Geldpolitik stützen. Der nächste Widerstand zeige sich am Hoch von Ende August bei 173,54. Erste Unterstützungen seien im Bereich 171,50/63 (letztes Tief und 100-Tagelinie) zu finden. (03.12.2021/alc/a/a)