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Spread von zehnjährigen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen steigt wieder etwas


17.01.20 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die gestern veröffentlichten US-Daten konnten durchwegs positiv überraschen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Nachdem sich bereits der Stimmungsindikator aus dem Großraum New York verbessert habe, habe auch der gestern publizierte Philly FED Index einen merklichen Anstieg verbucht. Weiters habe der Umsatz im Einzelhandel in Teilsegmenten im Vergleich zum Vormonat stärker angezogen als erwartet. Zuletzt hätten mit den Neuanträgen auf Arbeitslosenunterstützung die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten einmal mehr ein erfreulich robustes Bild von der US-Wirtschaft gezeichnet.

Das Stakkato an verbesserten Daten habe Eindruck gemacht und habe nach Tagen der Outperformance von zehnjährigen US-Treasuries vs. deutsche Bundesanleihen den Spread wieder ein bisschen steigen lassen. Auch der USD habe von den Daten Rückenwind bekommen und habe gegenüber dem EUR ein wenig zugelegt.

Auch heute stünden US-Daten im Vordergrund. Der Fokus liege auf Indikatoren aus dem Immobilien- und Industriebereich. Weiters werde mit dem Michigan-Konsumentenvertrauen das vorläufige Ergebnis einer viel beachteten Stimmungsumfrage veröffentlicht. Das ebenfalls am Kalender stehende Resultat zur Bauproduktion in der Eurozone dürfte vergleichsweise wenig Beachtung finden (die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden mit einem merklichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat rechnen). Allerdings sei dieser Datenpunkt das letzte fehlende Puzzleteil für eine gute Modellschätzung des BIP im letzten Quartal 2019 (Veröffentlichung Ende Jänner).

Am Ratingkalender seien heute Deutschland (AAA(s)) und Slowenien (A(s)) bei Fitch sowie Portugal (Baa3(p)) bei Moody’s vermerkt. (17.01.2020/alc/a/a)