Renten: Die Hütchenspieler unter der Akropolis


02.07.15 16:29
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Wer früher gedacht hat, dass Italien das Land der Hütchenspieler sei, muss inzwischen umdenken, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Seit einigen Tagen habe man das Gefühl, die Griechen seien nicht nur die Urväter der Demokratie und der Geisteswissenschaften, sondern auch - nicht zuletzt dank Ihres Finanzministers Yanis Varoufakis - der Inbegriff der Spieler und Zocker. Doch wer einmal der Spielsucht erlegen sei, könne nur auf brutale Art und Weise von dieser Sucht geheilt werden. Dies hätten die Euro-Finanzminister der griechischen Regierung am vergangenen Wochenende sehr eindringlich demonstriert. Ab diesem Zeitpunkt hätten sich die Ereignisse überschlagen.

So hätten die griechischen Vertreter die Gespräche für beendet erklärt und auf die Unnachgiebigkeit der europäischen Partner verwiesen. Zurück in Athen habe man sich sogar vom Parlament dafür feiern lassen und das griechische Volk mittels eines geplanten Referendums in Geiselhaft genommen, um den Druck auf Rest-Europa nochmals zu erhöhen. Aber jeder Spieler wisse, dass Zocken und Verzocken ganz nahe beieinander lägen. Das Nichtüberweisen der IWF-Rate habe zum Gesamtbild gepasst.

Als die Regierung in Athen allerdings bemerkt habe, dass die Rechnung so nicht aufgehen würde, habe man auf den letzten Drücker zu retten versucht, was noch zu retten gewesen sei. Das Referendum könnte auch noch abgesagt werden und man könnte sich sogar inzwischen vorstellen, das Hilfspaket mit fast allen Auflagen zu akzeptieren. Aber warum sollte die restliche Euro-Gruppe solchen Signalen noch Glauben schenken? Diese griechische Regierung, die ihre Ansichten schneller ändere als sich ein Ventilator drehe, habe inzwischen allen Kredit gegenüber ihren europäischen Partnern und dem IWF verspielt.

Sollte das Referendum tatsächlich noch auf Entscheid des griechischen Staatsrates oder aus anderen Gründen abgesagt werden, so könne dies niemanden wirklich überraschen. Die Kosten hätten sich auf über 100 Mio. EUR belaufen und ein Staat, der schon seit Jahren immer wieder unter Beweis stelle, dass er keine funktionierende öffentliche Verwaltung habe, wäre nie in der Lage, dies so kurzfristig und vernünftig zu bewerkstelligen. Weder finanziell noch organisatorisch. Und ob die Teilnahme an dem Referendum wirklich auch der ganzen Bevölkerung möglich wäre, dürfe ebenfalls bezweifelt werden.

Bei dieser Gelegenheit sei aber auch erwähnt, dass eher in den übrigen europäischen Staaten ein Referendum hätte abgehalten werden müssen - nämlich über die Frage, ob die Bevölkerung Europas Griechenland noch weiter unterstützen wolle. Es sei anzunehmen, dass das Ergebnis in Griechenland nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgen würde.

Die Politiker seien also weiterhin mit der Produktion der griechischen Variante des Kinofilms "Stirb langsam 7" mit Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis in den Hauptrollen beschäftigt, und ein Ende sei noch lange nicht abzusehen. Unter Berücksichtigung der menschlichen Tragödien in Hellas werde es sicherlich eine Wiederaufnahme der Gespräche geben, aber zu den Bedingungen der Europartner.

Eine dieser Forderungen dürfte aller Voraussicht nach die Bildung einer reformwilligen Regierung sein, die beim Umbau des Landes helfe und nicht permanent zu Boykotten aufrufe. Die historische Chance sei also gekommen, dass die Bevölkerung Griechenlands einsehe: Wenn man weitermache wie bisher, sei dem Chaos nicht zu entkommen.

Unterschiedliche Spuren hinterlasse die Griechenlandkrise am europäischen Anleihemarkt. Während die Renditen von portugiesischen, spanischen und italienischen Staatsanleihen zunächst in die Höhe geschossen seien, seien die Renditen für deutsche Staatsanleihen in einer ersten Reaktion gefallen.

Gestern aber habe es dann in allen Segmenten wieder Gegenbewegungen gegeben, womit der Kapitalmarkt der Griechenlandkrise erst einmal getrotzt habe. So seien die Kurse deutscher Staatsanleihen am Mittwoch gefallen und dadurch sei die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Niveau von 0,833% gestiegen, nach einem Zwischentief bei 0,732% zum Wochenstart.

Aufgrund der bei manchen Marktteilnehmern weiterhin herrschenden Befürchtung einer Ansteckungsgefahr seien die zehnjährigen Renditen für portugiesische Bonds am 30. Juni in der Spitze auf 3,094% gestiegen, um gestern wieder auf 2,82% zurückzufallen. Am 26. Juni habe die Rendite noch bei 2,685% gelegen. Eine ähnliche Entwicklung sei bei spanischen und italienischen Staatsanleihen zu beobachten gewesen. Spanische Bonds mit zehnjähriger Laufzeit hätten gestern bei 2,216% rentiert, nachdem sie am Vortag sogar 2,383% abgeworfen hätten. Vergangenen Freitag, also vor dem Platzen der Verhandlungen, habe die Rendite noch bei 2,103% gelegen.

Auch die Renditen italienischer Staatsanleihen, die aufgrund steuerlicher Hemmnisse an keiner deutschen Börse gehandelt würden, seien gestern im zehnjährigen Bereich wieder auf 2,235% von 2,415% (30. Juni) zurückgekommen. Am 26. Juni habe deren Niveau bei 2,144% gelegen. Noch am Dienstag habe die Zuspitzung im Schuldenstreit mit Griechenland bei einer Auktion von italienischen Staatsanleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren Spuren hinterlassen. So habe eine Versteigerung von zehnjährigen Papieren bei einer Rendite von 2,35% geendet. Ende Mai habe das Renditeniveau einer vergleichbaren Auktion noch bei 1,83% gelegen.

Drastisch in die Höhe gesprungen seien seit Freitag (26. Juni) insbesondere die Renditen für griechische Staatsanleihen - nämlich von 10,476% auf 14,665% am gestrigen Tag. Allerdings gebe es fast keine Umsätze, da griechische Staatsanleihen aktuell vom Börsenhandel suspendiert seien und somit theoretisch nur außerbörslich handelbar wären. Dies verdeutliche in einer anderen Art und Weise, dass der Schuldendienst für Hellas noch anspruchsvoller werde als er schon gewesen sei.

Die Ratingagenturen hätten die Bonität von Griechenland weiter herabgestuft. Sowohl Standard & Poor's (S&P) als auch Fitch hätten die Einstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gesenkt. Da ein Zahlungsausfall der Staatsanleihen, die von privaten Geldgebern gehalten würden, nun als wahrscheinlich gelte, habe Fitch die Bewertung um eine Stufe auf "CC" verringert. Zuvor habe S&P die Bewertung für die langfristigen Verbindlichkeiten von Hellas auf "CCC-" von zuvor "CCC" reduziert.

Fitch habe außerdem die Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland als "begrenzten Zahlungsausfall" der Großbanken bewertet. Die Einstufung der lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten der National Bank of Greece, der Piraeus Bank, der Eurobank und der Alpha Bank sei daher auf jeweils "RD" (restricted default) gesenkt worden. Dies sei die zweitschlechteste Note bei Fitch.

Zuletzt habe nun auch in der Nacht noch die Ratingagentur Moody's die Bonität Griechenlands auf die Stufe "CAA3" abgesenkt. Eine weitere Herabstufung sei nach Verlautbarung der Agentur aber noch möglich.

Wenn es ums Eingemachte wie Spareinlagen gehe, würden in ganz Europa die Bürger unruhig. Besonders mit den Deutschen, bei denen sich die beiden Geldentwertungen nach den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts ins nationale Gedächtnis eingebrannt hätten, sei bei diesem Thema nicht zu spaßen. Denn diese Anlageform werde von vielen Deutschen immer noch bevorzugt, obwohl sie aufgrund der Niedrigzinsphase derzeit kaum Rendite bringe.

Deshalb dürften die Überlegungen aus Brüssel, wonach künftig die deutsche Einlagensicherung auch für die gesamteuropäische Einlagensicherung herhalten solle, bei den deutschen Sparern nicht auf große Gegenliebe stoßen.

So würden sich die Sparkassen auch gemeinsam mit ihrem Verband sowie den Genossenschaftsbanken gegen die Preisgabe deutscher Sparguthaben zur Absicherung aller europäischen Risiken stellen. Demnach sei die Sparkassen-Finanzgruppe nicht bereit, mit den zum Schutz der Einlagen ihrer Kunden gebildeten Sicherungsmitteln für dritte Kreditinstitute zu haften oder für Dritte eine Rückversicherung zu finanzieren. Hintergrund seien erneute Vorschläge, die nationalen Einlagensicherungssysteme in Europa zu vergemeinschaften oder zumindest haftungsmäßig zu verbinden.

Eine Bereitschaft der Menschen zum Sparen bestehe schließlich nur, wenn die Sicherheit der Spareinlagen ohne jeden Zweifel gewährleistet sei. Daher sollte in Brüssel intensiv darüber nachgedacht werden, ob ein effektiver Sparerschutz nicht auf der Basis leistungsfähiger nationaler Einlagen- und Institutssicherungssysteme gewährt werden sollte.

Um auch künftig alles dafür zu tun, die Risiken für die Sicherheit von Einlagen zu minimieren, seien "Brandmauern", wie es die Sparkassen nennen würden, in den Einlagensicherungssystemen des gemeinsamen europäischen Hauses sicherzustellen. Diese wären dann die Basis dafür, dass mögliche Stabilitätsprobleme in einzelnen Euro-Ländern nicht zu einem flächendeckenden Vertrauensverlust in die Sicherheit der Einlagen in der EU würden.

Ungeachtet des Streits um die Zukunft Griechenlands und anderer internationaler Krisen sei die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf ein neues Rekordtief gesunken. Mit 2,711 Millionen Menschen, die auf Jobsuche seien, habe die Bundesagentur für Arbeit (BA) die niedrigste Juni-Arbeitslosigkeit seit 1991 registriert. Dies seien 51.000 Erwerbslose weniger als im Mai und 122.000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sei somit um 0,1 Punkte auf 6,2% gesunken.

Für die sinkende Erwerbslosigkeit seien hauptsächlich saisonale Faktoren verantwortlich, was den deutschen Arbeitsmarkt im Vergleich zu dem Gros der anderen europäischen Arbeitsmärkte als eine nahezu heile Welt erscheinen lasse.

Nicht nur der in manchen Bereichen leer gefegte Arbeitsmarkt verschärfe dabei den Fachkräftemangel, was eine der Schattenseiten am deutschen Arbeitsmarkt darstelle. Auch die vor einem Jahr eingeführte Rente mit 63 mache die Situation für viele Betriebe nicht einfacher.

So würden bei regionalen Umfragen unter Südwestmetall-Mitgliedern gut zwei Drittel der Betriebe vom vorzeitigen Abgang ihrer Fachkräften und immerhin 10% von stark negativen Effekten berichten. Wenn bei einem Mittelständler in einem einzelnen Bereich zwei langjährig beschäftigte Fachkräfte plötzlich und unvorhergesehen in Rente gehen würden, könne das ein solches Unternehmen vor schier unlösbare Probleme stellen, heiße es beim Verband Südwestmetall in Stuttgart.

In mehrerer Hinsicht seien in dieser Woche Investoren mit dem Thema Kosmetik konfrontiert worden. Zum einen mit den zwei Anleihen der Kirk Beauty GmbH (One bzw. Zero) für insgesamt 635 Mio. EUR und zum anderen mit den vergleichsweise hohen Kupons, die zwar zum "Aufpeppen" des Zinsergebnisses beitragen könnten, aber in diesem Zusammenhang sei nochmals daran erinnert, dass die Rendite das Risiko des Investments widerspiegele. Die daraus erzielten Nettoemissionserlöse der beiden Gesellschaften sollten für die Akquisition von Douglas, Europas führendem Fachhandelskonzern für Produkte rund um Schönheit und Pflege, verwendet werden.

Die erste Tranche habe einen jährlichen Kupon von 6,25%, der halbjährlich ausgezahlt werde. Das Emissionsvolumen belaufe sich bei dieser spätestens am 15.07.2022 endfälligen Anleihe (ISIN XS1251078009 / WKN A161MW) auf 300 Mio. EUR. Der Emissionspreis sei bei pari fixiert worden, was einen Emissionsspread von +579 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe bedeutet habe.

Die zweite Tranche sei bei einer ebenfalls halbjährlichen Zinszahlung mit einem Kupon von 8,75% ausgestattet worden. Gepreist worden sei die spätestens am 15.07.2023 endfällige Anleihe (ISIN XS1251078694 / WKN A161WQ) bei 100%, was einem Emissionsspread von +812 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe entsprochen habe. Beide Tranchen seien seitens des Emittenten jeweils zum 15.07.2018 und 15.07.2019 kündbar. Der Rückzahlungskurs wäre dann bei der kürzer laufenden Anleihe (ISIN XS1251078009 / WKN A161MW) 103,125% bzw. 101,563% und bei der zweiten Gattung (ISIN XS1251078694 / WKN A161WQ) 104,375% bzw. 102,188%.

Aber auch der französische IT-Dienstleister Atos habe am Kapitalmarkt 600 Mio. EUR mittels einer Anleihe (ISIN FR0012830685 / WKN A1Z3SR) refinanziert, die am 02.07.2020 endfällig sei. Die Anleihe werde jährlich mit 2,375% verzinst und sei bei 99,322% begeben worden, was einem Emissionsspread von +195 bps über Mid Swap gleich gekommen sei.

Zeit sei relativ und eine Sekunde sei wirklich nicht der Rede wert, jedoch sei die Nacht zum 1. Juli und somit auch der Tag eine ganze Sekunde länger als alle anderen Tage des Jahres gewesen. In diesem Falle sei diese Schaltsekunde eine Erwähnung wert und auch an der Börse könne eine Sekunde wiederum sehr wichtig sein.

Denn von einer auf die andere Sekunde könne sich die Stimmung an den Märkten um 180 Grad drehen. Ein ähnliches Szenario erlebe man am Rentenmarkt, denn die aktuelle Berichterstattung um Griechenland sei hoch sensibel und so reagiere der Euro-Bund-Future auf jede möglicherweise entscheidende Nachricht. Das Rentenbarometer sei somit zum Spielball geworden. Die nicht enden wollenden Verhandlungen um Hellas würden den Euro-Bund-Future immer wieder aufs Neue in beide Richtungen ausschlagen lassen.

So sei der Bund-Future vergangene Woche bis auf 149,86% zurückgefallen, nachdem es begründete Hoffnung auf eine Einigung um Griechenland gegeben habe. Doch am Wochenende sei die Stimmung komplett in die andere Richtung gekippt, der Abbruch der Verhandlungen sowie das Nicht-Verlängern des Hilfsprogramms für Hellas habe das Sorgenbarometer zum Wochenauftakt bis auf 152,91% gehievt. Spekulationen um eine mögliche Lösung in allerletzter Sekunde (!) würden zwischenzeitlich immer wieder für kleine Hoffnungsschimmer sorgen. Heute notiere der September-Kontrakt zu Handelsbeginn bei 151,10%.

Charttechnisch gesehen verlaufe eine erste Unterstützungslinie im Bereich der psychologisch wichtigen Marke bei 150% (mehrere Juni-Tiefs) und nach oben würden sich die Blicke auf die Widerstandslinie bei 152,64% richten (Tief vom 21. Mai und Hoch vom 3.Juni).

In dieser feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche seien in den USA den interessierten Investoren lediglich Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von vier Wochen sowie drei und sechs Monaten zur Verfügung gestellt worden. Das Volumen allerdings sei dennoch mit 74 Mrd. USD im Vergleich zum Emissionsvolumen der Eurostaaten nicht zu vernachlässigen gewesen.

In Euroland wurden/werden im gleichen Zeitraum trotz fällig werdenden Anleihen in Höhe von 26 Mrd. EUR und wegen Zinszahlungen i.H.v. fast 12 Mrd. EUR dennoch insgesamt nur ca. 24 Mrd. EUR emittiert, so die Analysten der Baader Bank. Davon seien 19 Mrd. EUR von Frankreich (ISIN FR0012517027 / WKN A1ZVTR, 2025; ISIN FR0010070060 / WKN A0AXNP, 2035; ISIN FR0010773192 / WKN A1AJL2, 2041), Italien und Spanien (ISIN ES00000124B7 / WKN A1HM7D, 2018; ISIN ES00000127H7 / WKN A1Z23N, 2020; ISIN ES00000126Z1 / WKN A1ZVCP, 2025) durch die Aufstockung von Altemissionen refinanziert worden.

In Deutschland hingegen habe die Begebung der neuen 0,25%-igen Bundesobligationen Serie 172 (ISIN DE0001141729 / WKN 114172) auf der Agenda gestanden. Im Tenderverfahren sollten 5 Mrd. EUR platziert werden, was nur unter Erhöhung der zurückgehaltenen Regulierungstranche gelungen sei. Denn lediglich für nominal 3,315 Mrd. EUR seien Kaufangebote abgegeben worden, die größtenteils (3,205 Mrd. EUR) bei einer Durchschnittsrendite von 0,17% zugeteilt worden seien. Somit sei im Zuge der griechischen Tragödie deutlich geworden, dass die jüngsten Entwicklungen auch vor dem "Fels in der Brandung", den deutschen Staatsanleihen, nicht Halt machen würden.

Nun sei er wieder da, der Sommer. Er zeige sein strahlendes Gesicht mit Temperaturen jenseits der 30 Grad. Nicht jeden ziehe es bei diesen Temperaturen ins Freibad oder an einen Badesee. Die Abenteuerlustigen würden in die Berge gehen, um sich zu erholen. Aber nicht etwa zum Wandern, sondern zum Canyoning. Also dem Begehen von Schluchten, durch die erfrischende Gewässer fließen und man an gewissen Stellen lediglich durch Abseilen, Springen, Rutschen oder gar Tauchen vorankomme.

Ähnlich verhalte es sich bei der Währung der Euroländer gegenüber dem US-Dollar. Zwar sei sie vor dem Wochenende auf geraden Pfaden, um die Marke von 1,12 USD geschritten, doch nach dem Wochenende sei dieses gemütliche Wandern vorbei gewesen. Aufgrund der Griechenlandkrise habe es für den Euro offensichtlich keinen direkten Weg mehr gegeben und so sei er zum Wochenstart von 1,1173 bis auf 1,0953 USD in die Tiefe gerutscht. Auslöser hierfür sei das Scheitern der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern gewesen.

Nach dem Überwinden des ersten Schocks am Montagmorgen und dem Bekanntwerden, dass sich einige Gläubiger nach wie vor gesprächsbereit zeigen würden, sei der Euro wieder bis auf 1,1278 USD gestiegen.

Um sich sicher aus der gemeinsamen Währung abzuseilen, hätten sich Anfang der Woche einige Anleger für das Britische Pfund entschieden. Das habe die Gemeinschaftswährung auf ein neues Siebeneinhalb-Jahres-Tief bei 0,6981 GBP gedrückt. Aktuell pendele der Euro gegenüber den beiden am aktivsten gehandelten Währungen um die Marken von 0,70 GBP und 1,11 USD.

Da im Euroland aktuell nicht alle an einem Strang ziehen würden, was aber nicht nur beim Canyoning von großer Bedeutung sei, hätten Privatanleger in dieser Handelswoche vornehmlich in Fremdwährungsanleihen auf US-Dollar, Türkische Lira und Südafrikanische Rand investiert.

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