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Renditen von US- und deutschen Staatsanleihen legen deutlich zu


08.11.19 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die positiven Meldungen zum Handelskonflikt zwischen China und den USA waren gestern das beherrschende Marktthema, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Streitparteien wollten auf die gegenseitig angedrohte Erhöhung von Strafzöllen und Handelshemmnissen verzichten. Zudem sollten bereits eingeführte Handelsschranken und Zölle stufenweise abgebaut werden. Eine entsprechende Übereinkunft solle noch diesen Monat von beiden Staatspräsidenten unterschrieben werden.

Am Finanzmarkt hätten die neuesten Wendungen zu heftigen Kursveränderungen geführt. Die Renditen von US- und deutschen Staatsanleihen hätten sich deutlich erhöht. Verbunden gewesen sei die Bewegung mit einer Versteilung der Renditekurve. Zudem sei auf beiden Seiten des Atlantiks die Phantasie für weitere Leitzinssenkungen reduziert worden.

In der Eurozone sei der Renditeanstieg bei Staatsanleihen zumeist mit einer Einengung der Spreads vs. Deutschland verbunden gewesen. Als Kuriosum am Rande müsse erwähnt werden, dass die Marktverzinsung griechischer 10-jähriger Staatsanleihen zum ersten Mal seit 2008 wieder unter der Rendite für italienische notiert habe.

Am Devisenmarkt sei naturgemäß der chinesische Yuan (CNY) ein klarer Gewinner gewesen. Zudem habe der USD gegenüber dem Euro zugelegt, welcher wiederum gegenüber dem Schweizer Franken ein wenig Boden habe gutmachen können.

Die Marktreaktionen seien in Summe geprägt von einer gesteigerten Hoffnung, dass sich die mit dem Handelskonflikt verbundenen Risiken bzw. bereits existierenden wirtschaftlichen Belastungen dauerhaft verringern würden und so ein Anziehen der globalen Konjunkturdynamik erfolge. (08.11.2019/alc/a/a)