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Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fällt unter die Marke von 0,38 Prozent


10.08.18 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In einer allgemeinen "risk off"-Stimmung aufgrund (geo-) politischer Spannungen (u.a. Türkei, Russland) tendierte der EUR gegenüber dem USD gestern schwächer und fiel im frühen Handel klar unter 1,15, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen wiederum sei im gestrigen Handelsverlauf unter die Marke von 0,38 Prozent gefallen.

In dieses Bild passe auch die im gestern veröffentlichten Wirtschaftsbericht der EZB geäußerte Sichtweise, wonach sich angesichts protektionistischer Tendenzen die Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft erhöht hätten. Allerdings sei diese Einschätzung nicht überraschend, zumal die EZB gleichzeitig die Robustheit der Inlandsnachfrage in der Währungsunion unterstrichen habe.

Bemerkenswerter seien da schon die Aussagen Evans´, des als "Taube" geltenden Präsidenten der Chicago FED. So habe sich dieser angesichts der sehr guten US-Konjunktur für 1-2 weitere Zinsschritte im laufenden Jahr ausgesprochen. Überdies stimme ihn die Konjunktur nun zuversichtlich, dass die Inflation nahe oder sogar leicht über der 2%-Marke verbleiben werde, nachdem er sich zuvor besorgt über die Inflationsentwicklung geäußert habe.

Die heutigen US-Inflationszahlen (Juli) sollten Evans in dieser Ansicht bestärken. So dürften die Gesamtrate bei 2,9% p.a. und die Kernrate bei 2,3% p.a. verharren.

Auf dem Primärmarkt herrsche weiterhin sommerliche Ruhe. Während gestern keine Emissionen zu verzeichnen gewesen seien, plane für heute lediglich Italien Geldmarktpapiere (12M) zu begeben. (10.08.2018/alc/a/a)