Erweiterte Funktionen

Protokoll zur EZB-Zinssitzung: Ratsmitglieder blicken mit zunehmender Sorge auf Konjunkturdaten


11.01.19 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - US-Präsident Trump zeigte sich auch gestern wenig kompromissbereit und so ist mit einem anhaltenden "government shutdown" zu rechnen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Vielmehr könnte der Streit um den Mauerbau zunächst weiter eskalieren (Ausrufung des nationalen Notstands).

Laut Protokoll zur EZB-Zinssitzung im Dezember würden die Ratsmitglieder mit zunehmender Sorge auf die Konjunkturdaten blicken.

Unter den heutigen Daten würden die US-Verbraucherpreiszahlen
für Dezember hervorstechen. Die Kernrate - Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel - habe nach Berechnungen der Analysten der Raiffeisen Bank International AG im letzten Monat 0,15% p.m. zugelegt. Die Vorjahresrate dürfte bei 2,1% oder 2,2% liegen. Die Kraftstoffpreise hätten saisonbereinigt rund 7% unter dem Vormonat gelegen. Somit ergebe sich ein dämpfender Effekt auf die Inflationsrate von rund 0,3 Prozentpunkten. In Summe würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit einem Rückgang des Verbraucherpreisindex um 0,1% p.m. rechnen. Die Vorjahresrate dürfte von 2,2% auf 1,9% gesunken sein.

In der Eurozone stünden Daten zur Industrieproduktion an. Die zuletzt veröffentlichten Ergebnisse aus Deutschland und Frankreich hätten mit einem starken Rückgang im Vergleich zum Vormonat deutlich unter den Erwartungen gelegen. In Italien würden Umfrageindikatoren ebenfalls auf einen merklich verringerten Output im November hinweisen.

Am Ratingkalender sei heute Spanien (Fitch: A- (s)) vermerkt.

Auf dem Primärmarkt habe gestern Frankreich Anleihen mit Fälligkeit 11/2028, 5/2035 und 5/2048 zu einer durchschnittlichen Rendite von 0,68%, 1,11% und 1,6% auktioniert. Bei einer bid/cover ratio von rund 1,7 sei ein Gesamtvolumen von rund EUR 8,2 Mrd. platziert worden. Heute plane Italien Anleihen mit Fälligkeit 10/2021, 11/2025 und 5/2048 um in Summe EUR 5 bis 6,5 Mrd. aufzustocken. (11.01.2019/alc/a/a)