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Protokoll der FED-Zinssitzung bestätigt abwartende Haltung der US-Notenbank im Hinblick auf weitere Zinserhöhungen


21.02.19 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Das gestrige Gespräch zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und Theresa May verlief "konstruktiv", was jedoch nur so viel heißt, dass (erwartungsgemäß) keine nennenswerte Annäherung in der Backstop-Frage erreicht worden ist, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Unterdessen habe Fitch aufgrund des gestiegenen Risikos eines harten Brexits das britische AA-Rating auf "watch negative" gesetzt.

Etwas mehr Fortschritte scheine es bei den US-chinesischen Handelsgesprächen zu geben. Medienberichten zufolge würden sich die beiden Seiten auch in den schwierigeren Verhandlungspunkten wie dem Schutz geistigen Eigentums aufeinander zubewegen. Das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der letzten FED-Zinssitzung habe alles in allem die abwartende Haltung der FED im Hinblick auf weitere Zinserhöhungen bestätigt. Ein Ende des Zinsanhebungszyklus sei daraus jedoch nicht abzuleiten. Zwar hätten sich einige Teilnehmer nur für den Fall eines unerwarteten Inflationsanstiegs für eine weitere Leitzinsanhebung im laufenden Jahr ausgesprochen, für andere sei dafür jedoch schon ausreichend, wenn sich die Konjunktur wie erwartet entwickele.

In den USA werde heute der Auftragseingang dauerhafter Güter veröffentlicht, in der Eurozone stünden die vorläufigen PMIs (Februar) für Frankreich, Deutschland und die Eurozone im Fokus. Alles in allem würden vom Konsens leichte Anstiege und leichte Rückgänge erwartet. Sollten die PMIs abermals enttäuschen, dürften bestehende Konjunktursorgen weiter zunehmen und Hoffnungen auf einen Konjunkturrebound schmälern. (21.02.2019/alc/a/a)