Primärmarkt: Italien will per Auktion von Anleihen bis 7,25 Mrd. EUR einnehmen


11.05.17 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der Veröffentlichungskalender hat heute wenig Marktbewegendes zu bieten (neue Wirtschaftsprognosen der EU-Kommission, US-Erzeugerpreisdaten), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Gestern hätten Aussagen von EZB-Präsident Draghi vor dem niederländischen Parlament Rückschlüsse zu den anstehenden nächsten Schritten der EZB geliefert. Die Analysten der RBI sehen sich in ihrer Meinung bestätigt, dass bei der kommenden Zinssitzung die Wortwahl modifiziert (steigende Zuversicht zum Wirtschaftsausblick, Wegfall des "easing bias"), aber (noch) keine Änderung der geldpolitischen Maßnahmen signalisiert werde.

In Österreich sei gestern der Rücktritt des Vizekanzlers und ÖVP-Parteiobmanns erfolgt, was die bestehende Regierungskoalition unter Druck und vorgezogene Neuwahlen ins Spiel bringe. Der Anleihemarkt sei jedoch unbeeindruckt geblieben, die politische Unsicherheit habe zu keinem Anstieg der Risikoprämien geführt.

Am Primärmarkt habe gestern Deutschland eine Bundesobligation (ISIN DE0001141752 / WKN 114175) zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,31% auktioniert. Bei einer 1,4fachen Überzeichnung sei ein Volumen von EUR 2,428 Mrd. zugeteilt und EUR 0,572 Mrd. einbehalten worden.

Portugal habe Anleihen mit Fälligkeit 10/2022 und 4/2027 begeben. Das Volumen von EUR 618 Mio. und EUR 632 Mio. sei 2,03- und 1,92fach überboten worden, die Emissionsrendite habe 1,828% und 3,386% betragen.

Heute plane Italien per Auktion von Anleihen mit Laufzeit 6/2020, 5/2024, 9/2044 und 3/2047 (ISIN IT0005250946 / WKN A19GDA, ISIN IT0005246340 / WKN A1V3HR, ISIN IT0005162828 / WKN A18XR8, ISIN IT0004923998 / WKN A1HK9Y) ein Gesamtvolumen von EUR 5,5 Mrd. bis EUR 7,25 Mrd. einzunehmen. (11.05.2017/alc/a/a)