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Primärmarkt: Italien auktioniert Fixzinsanleihen - Irland stockt Anleihen um 1,25 Mrd. EUR auf


13.07.18 10:11
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Aus dem gestern veröffentlichten Protokoll zur EZB-Zinssitzung vom 14. Juni konnten wir keine weiteren Erkenntnisse zum Timing einer ersten Zinsanhebung ableiten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Einzelne Ratsmitglieder hätten zuletzt die offizielle Wortwahl unterschiedlich interpretiert, womit sich für den frühesten Zeitpunkt einer ersten Zinsanhebung eine Range zwischen Juli 2019 bis Oktober 2019 ergebe. In ihrem Zwischenbericht zur Wirtschaftsentwicklung habe die EU-Kommission die Prognosen für die Eurozone für das Jahr 2018 leicht angepasst (BIP-Wachstum 2,1% statt 2,3%, Inflation 1,7% statt 1,5%). Begründet werde dies mit der Entwicklung in der ersten Jahreshälfte (Wirtschaftsaktivität etwas unter den Erwartungen, höherer Ölpreis). Der Handelskonflikt mit den USA habe noch kaum eine reale Auswirkung, stelle aber für die Zukunft ein Abwärtsrisiko dar. Am Ratingkalender seien heute Deutschland (Moody's Aaa(s)) und Spanien (Fitch A- (s)) vermerkt.

Am Primärmarkt habe gestern Italien Fixzinsanleihen mit Fälligkeit 04/2021, 05/2025, 9/2033 und 9/2038 auktioniert. Bei einem Nachfrage- zu Angebotsverhältnis von 1,64, 1,96, 1,46 und 1,44 habe die durchschnittliche Rendite 1,1%, 2,31%, 3,04% und 3,28% betragen. Das Gesamtvolumen habe sich auf EUR 6,5 Mrd. belaufen. Irland habe Anleihen mit Laufzeit 5/2028 und 2/2045 zu einer Emissionsrendite 0,818% und 1,638% um insgesamt EUR 1,25 Mrd. aufgestockt. Die bid/cover-Ratio habe bei 1,75 und 1,73 gelegen. (13.07.2018/alc/a/a)