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Primärmarkt: Emissionen aus Deutschland und Frankreich angekündigt


14.01.19 11:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die nächsten Tage dürften entscheidend von der für morgen geplanten Brexit-Abstimmung im britischen Parlament und den weiteren Entwicklungen nach der sehr wahrscheinlichen Ablehnung des Austrittsabkommens bestimmt werden, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

In einer Rede werde Premierministerin May heute nochmals für das ausverhandelte Abkommen werben, eine Niederlage bei der morgigen Abstimmung werde sie damit aber nicht abwenden können. Binnen drei Tagen müsste die Regierung dem Parlament danach einen Plan B vorlegen. Angesichts unterschiedlichster Interessenlagen und geringen Aussichten auf weitere Zugeständnisse der EU dürfte aber auch ein alternativer Plan nicht mehrheitsfähig sein. Ein Aufschub des EU-Austritts (29.03.) erscheine in dieser unübersichtlichen Lage das wahrscheinlichste Szenario zu sein, Medienberichten zufolge bereite sich auch die EU-Kommission auf diesen Schritt vor.

Relevante Konjunkturdaten in der Eurozone seien in den kommenden Tagen Mangelware, die heute anstehenden Zahlen zur Industrieproduktion in der gesamten Währungsunion für den Monat November dürften dabei wenig zur Stimmungsaufhellung beitragen. Die vorliegenden Länderergebnisse (allein DE, FR, IT, SP hätten allesamt Rückgänge in der Größenordnung von 1 bis 2% p.m. verzeichnet) würden dabei wenig Interpretationsspielraum zulassen - die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden einen deutlichen Rückgang von 1,8% p.m. erwarten.

Auf dem Primärmarkt hätten sich für heute lediglich Deutschland (6M) und Frankreich (3M, 6M, 12M) mit Geldmarktpapieren angekündigt. (14.01.2019/alc/a/a)