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Norges Bank verschiebt Zinserhöhung wohl noch einmal


16.08.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei der heutigen Zinsentscheidung der Norwegischen Zentralbank (Norges Bank) dürfte der Leitzins unverändert bei 0,50% belassen werden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auf der letzten Sitzung im Juni habe sich aber im Notenbank Kommuniqué eine baldige Anhebung des seit Anfang 2016 auf einem rekordtiefen Niveau verharrenden Leitzinses in Norwegen angedeutet. Nachdem die jüngsten Inflationszahlen im Juli zudem deutlich auf der Oberseite überrascht hätten, habe sich der Druck für Zinserhöhungen sogar noch verstärkt. So sei die Jahresrate des Konsumentenpreisindex mit 3,0% (Juni: 2,6%) an das obere Ende des Zielkorridors der Norges Bank geklettert.

Zudem habe die Kerninflationsrate von 1,1% auf 1,4% spürbar angezogen. Mit einer Zinserhöhung um 25 BP würden die Analysten indes erst auf der nächsten Sitzung am 20. September rechnen, da auf dieser auch ein neuer Bericht über die geldpolitische Ausrichtung der Norges Bank veröffentlicht werde. Trotz des weiterhin insgesamt positiven Konjunkturumfeldes werde aber nach Erachten der Analysten bis Ende 2019 nur noch eine weitere Zinserhöhung im Juni nächsten Jahres folgen.

Im Marktkonsens werde ebenfalls erst eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung erwartet. Daher werde der Kommunikation der Notenbank wohl besondere Aufmerksamkeit von Seiten der Finanzmarktakteure entgegengebracht werden. Ein klares Bekenntnis zu einem Zinsschritt dürfte dabei den Euro zur Norwegischen Krone (NOK) wieder in Richtung 9,50 NOK drücken. (16.08.2018/alc/a/a)