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Liquidität: Wenig Neues von den Währungshütern


16.01.20 11:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) hat im Dezember wenig überraschend die Füße still gehalten: In der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses (FMOC) 2019 beließ sie den Leitzins unverändert in der Spanne von 1,50 bis 1,75%, so die Analysten von Postbank Research.

Nach Einschätzung der Währungshüter, die im Verlauf des vergangenen Jahres drei Mal den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Liquidität gesenkt hätten, werde das aktuelle Niveau "wahrscheinlich eine Zeitlang angemessen bleiben", wie es in dem nun veröffentlichten Protokoll der Sitzung heiße. 13 von 17 US-Notenbankgouverneure würden aktuell mit stabilen Zinsen bis mindestens 2021 rechnen.

Für die kommenden Monate habe Christine Lagarde, neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), eine Überprüfung der Notenbank-Strategie angekündigt. Die Zentralbank beobachte die Wirkung und Nebenwirkung der expansiven Geldpolitik mit negativen Zinsen genau. Außerdem könne sich Lagarde grundsätzlich vorstellen, dass die EZB im Rahmen des von der EU-Kommission angekündigten "Green Deals" sogenannte "Green Bonds" in ihr Anleihekaufprogramm einbeziehe. Die Deutsche Bank erwarte vorerst keine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik. Auch Lagarde sei wie ihr Vorgänger Mario Draghi der Ansicht, dass die Fiskalpolitik am Zug sei, um die europäische Konjunktur zum Laufen zu bringen. (Perspektiven Januar 2020) (16.01.2020/alc/a/a)