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Italienische Renditen handeln nahe historischen Allzeittiefs


28.09.20 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Auch wenn es der heutige Montag mit keinen nennenswerten Wirtschaftsdaten nicht vermuten lassen würde, steht eine ereignisreiche Woche bevor, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Highlights würden der US-Beschäftigungsbericht am Freitag sowie Inflationsdaten der Eurozone am Mittwoch bilden. Während für Ersteres eine erneute Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus erwartet werde, sollte Zweiteres einen Anstieg der jüngst sehr volatilen Inflation der Eurozone aufweisen. Ergänzend würden im Wochenverlauf eine Vielzahl an Stimmungsindikatoren in Europa (ESI), den USA (ISM) und China (PMI) veröffentlicht.

Am Primärmarkt seien heute die Niederlande, Frankreich (EUR 5,2 Mrd.) und Deutschland (EUR 4 Mrd.) aktiv und würden Schatzanweisungen zu diversen Laufzeiten (3M-12M) begeben. Morgen seien insbesondere Anleiheemissionen Italiens hervorzuheben. Der italienische Fiskus nehme EUR 7,5 Mrd. auf mit den Laufzeiten 2024, 2026 und 2031. Italienische Renditen würden derzeit nahe historischen Allzeittiefs handeln und auch der Renditeaufschlag auf 10-jährige Bunds sei mit dem Vorkrisenniveau erneut vergleichbar. Bund-Renditen würden sich weiterhin am unteren Rand der Schwankungsbreite der letzten Monate orientieren.

Die USD-Aufwertung gegenüber EUR habe sich in den letzten Tagen etwas abgeschwächt. EUR/USD liege nun knapp über 1,16 und somit tiefer als noch zur Markteröffnung vor einer Woche (1,1850). Auch Pfund Sterling habe nach den erneut aufflammenden Brexit-Unsicherheiten und der damit einhergehenden Abwertung wieder etwas an Boden gutmachen können. Diese Woche (Dienstag bis Donnerstag) würeden erneut Verhandlungen stattfinden, um ein Handelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU bis Ende des Jahres doch noch sicherzustellen. (28.09.2020/alc/a/a)