Erweiterte Funktionen

Inflationsrate in Großbritannien bleibt wohl unter 2%


20.03.19 10:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem wohl vor dem EU-Gipfel am 21. März keine erneute Abstimmung im Unterhaus zum EU-Austrittsvertrag stattfinden wird, steht in Großbritannien heute ausnahmsweise mal nicht die Politik im Vordergrund, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Stattdessen dürften die Konsumentenpreise für den Berichtsmonat Februar im Vorfeld der morgen anstehenden Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) besondere Aufmerksamkeit genießen. Dabei habe sich zuletzt eine deutliche Verlangsamung der Teuerung - maßgeblich getrieben von sinkenden Energiepreisen - bemerkbar gemacht, sodass die Inflationsrate im Januar mit 1,8% erstmals seit Januar 2017 wieder unter 2% notiert habe. Trotz des unverändert boomenden Arbeitsmarktes - im Februar sei die Arbeitslosenquote auf 3,9% gesunken und gleichzeitig sei das Lohnwachstum auf 3,4% gg. Vj. angezogen - würden die Analysten auch im Februar keine Trendwende erwarten.

So würden die Analysten eine Stagnation der Teuerungsrate bei 1,8% prognostizieren, während die Kernrate sogar von 1,9% auf 1,8% sinken dürfte. Der fehlende Preisdruck werde nach Erachten der Analysten mit dazu beitragen, dass die BoE von Zinserhöhungen in den kommenden Monaten absehen werde.

Die Entwicklung des Britischen Pfunds sei immer noch maßgeblich von den politischen Unsicherheiten getrieben. Daher dürften die Inflationsdaten ähnlich wie gestrigen Arbeitsmarktdaten kaum nachhaltige Kursreaktionen auslösen. (20.03.2019/alc/a/a)