Freundliche EZB-Konjunktureinschätzung und US-Inflationsdaten sorgen für Bewegung an den Märkten


14.09.18 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Sowohl die freundliche Konjunktureinschätzung von EZB-Präsident Draghi, vor allem jedoch die unter den Erwartungen gebliebenen US-Inflationsdaten sorgten gestern für Bewegung an den Märkten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

So sei EUR/USD nach Bekanntgabe der Inflationszahlen und während der EZB-Pressekonferenz kurzzeitig über die Marke von 1,17 gesprungen. Unterdessen habe US-Präsident Trump Erwartungen auf eine schnelle Einigung im Handelsstreit mit China gedämpft. Nachdem Aussagen von US-Regierungsoffiziellen, wonach eine chinesische Delegation zu Gesprächen nach Washington eingeladen sei, Hoffnungen auf eine Entspannung geweckt hätten, habe Trump gestern getwittert, dass man hinsichtlich einer Einigung keine Eile habe.

Datenseitig stünden heute die USA im Fokus. Wegen des auf saisonbereinigter Basis deutlichen Anstiegs der Kraftstoffpreise rechnen wir bei den Einzelhandelsumsätzen (August) mit einem Plus im Vormonatsvergleich, sind aber etwas vorsichtiger als der Konsens, so die Analysten der RBI. Selbiges (geringerer Anstieg als vom Konsens unterstellt) gelte auch für die Industrieproduktion.

Auf dem Primärmarkt habe Italien gestern bei mäßiger Nachfrage Anleihen mit Fälligkeit 2021 (Emissionsrendite: 1,2%), 2025 (2,55%) und 2048 (3,55%) begeben, während Irland mit zehnjährigen Anleihen aktiv gewesen sei (Emissionsrendite: 0,89%). Für heute seien keine Primärmarktemissionen geplant. S&P habe heute die Möglichkeit, für Österreich, Zypern, Finnland und Portugal eine aktualisierte Ratingeinschätzung bekannt zu geben. (14.09.2018/alc/a/a)