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FOMC-Sitzung: Inflationsprognosen der FED sind zu optimistisch


16.09.20 12:00
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - Trotz des Gedankens, dass die Arbeitsmärkte einen gewissen Einfluss auf die künftige Inflation hatten, erreichte die Kerninflation während des letzten Straffungszyklus der FED kaum mehr als zwei Prozent, so Michael Metcalfe, Globaler Leiter Makrostrategie bei State Street Global Markets.

Dies habe sich in der Realität und in den Prognosen der FED gezeigt, die in der Vergangenheit zu hoffnungsvoll gewesen seien. Dies werfe nun die Frage auf, was geändert werden müsse, um eine durchschnittliche Inflationsrate von nahezu zwei Prozent zu erreichen, selbst wenn man optimistische Projektionen einbeziehe. Aus rückblickender Sicht erscheine es unwahrscheinlich, dass die FED unter ihrem neuen Mandat überhaupt den letzten Straffungszyklus eingeleitet hätte, da eine durchschnittliche Inflationslücke von unter zwei Prozent sie zurückgehalten hätte und eine rasche Anspannung auf dem Arbeitsmarkt kein Grund mehr für eine Straffung gewesen wäre. (16.09.2020/alc/a/a)