FED und EZB deuten Leitzinssenkung an


12.07.19 09:38
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nachdem US-Repräsentantenhaus gestern war heute der Senat dran, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die vorbereitete Rede des US-Zentralbankchefs Jerome Powell sei die gleiche gewesen und auch bei der Frage-Antwort-Session seien Überraschungen ausgeblieben. Alles in allem dürfte nun auch dem Letzten klar sein, dass die FED am 31. Juli den Leitzins senken wolle. Powells Aussagen würden darauf genauso hindeuten wie das Protokoll der letzten FED-Sitzung und die Inflationszahlen aus dem Juni, welche gestern einzig in der Kernrate minimal über den Erwartungen gelegen hätten. Basierend auf Terminkontrakten preise der Markt bereits wieder eine Chance für eine Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte ein. Normalerweise würden Zentralbanken Schritte um 0,25 Prozentpunkte bevorzugen. Dies sollte auch im Juli der Fall sein. Die globalen Risiken und Unsicherheiten seien zwar gestiegen, was eine Absenkung rechtfertige, die US-Daten seien in den letzten Wochen allerdings schlimmstenfalls durchwachsen gewesen. Eine Absenkung um 0,5 Prozentpunkte würde drakonisch wirken.

Im gestern veröffentlichten Protokoll ihrer letzten Sitzung habe sich die EZB hingegen weniger in die Karten gucken lassen. Eine weitere Absenkung des Einlagezinssatzes scheine zwar sicher, der Termin aber nicht. Alles in allem habe sich der Euro in den letzten Tagen dadurch stabilisieren können. Besonders groß seien die Schwankungen dieses Jahr aber sowieso nicht. (12.07.2019/alc/a/a)