FED scheint sich auf eine Leitzinssenkung zu Monatsende festgelegt zu haben


15.07.19 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA scheint sich die Notenbank (FED) auf eine Leitzinssenkung von 25 BP zu Monatsende festgelegt zu haben, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Dieses Szenario werde auch am Markt mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gepreist.

Die Datenveröffentlichungen dieser Woche dürften diese Erwartung kaum verändern. Bei den regionalen Stimmungsumfragen Empire State Index (heute) und Philly FED (Donnerstag) sei nach den schlechten Ergebnissen des Vormonats zwar mit einer gewissen Gegenbewegung zu rechnen. Insgesamt bleibe das Verarbeitende Gewerbe in einem Abwärtstrend. Der sechswöchentliche Konjunkturausblick der FED (Beige Book, Mittwoch) dürfte ebenfalls kaum Überraschendes bieten. Am interessantesten sei das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan (Freitag). Der Konsum der privaten Haushalte sei bisher die wesentliche Stütze der US-Konjunktur. Vor dem Hintergrund des weiterhin soliden Arbeitsmarktes sollte das Konsumentenvertrauen im Juni stabil geblieben sein. Sollte es sich aber unerwartet eintrübt haben, könnte dies wieder Fantasien einer größeren Zinssenkung im Juli (von 50 BP) beflügeln.

Auch in der Eurozone habe der Datenkalender diese Woche nur wenige neue Informationen zu bieten. Beim den ZEW-Konjunkturerwartungen (Dienstag) ei mit einer Eintrübung der Stimmung der befragen Finanzmarktakteure zu rechnen. Die endgültigen Zahlen für den Verbraucherpreisindex im Monat Juni (Mittwoch) dürfte eine leichte Aufwärtsrevision der Inflationsrate ausweisen, ohne aber merklichen Einfluss auf die Inflationserwartungen auszuüben.

Am Primärmarkt seien keine Emissionen angekündigt. (15.07.2019/alc/a/a)