FED erhöht Leitzinsen und deutet weitere Kontraktion an


14.06.18 09:20
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Wie erwartet hat sich das geldpolitische Entscheidungskomitee der US-Notenbank (FOMC) gestern für eine Erhöhung des Leitzinskorridors auf nun 1,75 bis 2,00% ausgesprochen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit größerer Spannung seien aber die Projektionen der Mitglieder des FOMC über die zukünftige Zinsentwicklung erwartet worden. Da sich die Median-Projektion für die Leitzinsen für 2018 dabei (im Vergleich zum März) von 2,1% auf 2,4% erhöht habe, sehe eine Mehrheit der geldpolitischen Entscheidungsträger nun insgesamt vier (statt drei) Leitzinserhöhungen im aktuellen Jahr als angemessen an. In Anbetracht der dazu passenden Konjunktur- und Inflationsprognosen sowie des generell "hawkishen" Tons der FED in ihrem geldpolitischen Statement würden die Analysten ihre Leitzinsprognosen für die USA ebenfalls nach oben korrigieren. So würden sie nun mit zwei (statt einer) weiteren Leitzinserhöhungen um 25 BP im September und Dezember 2018 sowie zwei (statt einer) Leitzinsanhebungen im Jahr 2019 (März und Juni) rechnen.

Die Renditen für zwei- und zehnjährige US-Staatsanleihen hätten sich in Folge der Zentralbanksitzung kaum bewegt. Perspektivisch dürfte eine Fortsetzung des Zinsstraffungskurses die Zinsstrukturkurve weiter abflachen lassen. (14.06.2018/alc/a/a)