FED-Chef Powell öffnet Tür für Leitzinssenkung


11.07.19 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Notenbankchef Powell hat bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress die Tür für eine Leitzinssenkung geöffnet, indem er konjunkturelle Risiken betont und davon gesprochen hat, dass die FED angemessen handeln wird, um nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten, so die Analysten der Helaba.

Zudem bestehe die Gefahr, dass sich die schwache Inflation länger halte als von der FED erwartet. In diesem Zusammenhang sei auf die heute anstehenden Verbraucherpeise verwiesen. Die im Trend steigenden Stundenlöhne sollten sich früher oder später auf die Inflation niederschlagen. Noch aber sei der Preisdruck verhalten und an diesem Bild würden die Juni-Zahlen wohl nichts ändern. Die Gesamtjahresrate könnte von derzeit 1,8% sogar sinken und die Kernteuerung liege bei 2,0% VJ. Alles in allem spreche die Inflationsentwicklung einer Leitzinssenkung nicht entgegen. Insofern scheine es - auch aufgrund der Aussagen von Powell - zu einem ersten Schritt Ende Juli zu kommen.

Diesseits des Atlantiks sei der Preisdruck ebenfalls gedämpft und es gebe Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik. Heute stünden in Deutschland und Frankreich die Teuerungsraten auf dem Programm, wobei die Vorabschätzungen bestätigt werden dürften. Die Kerninflation pendele seit Jahren um die Marke von 1,0%. Insofern dürfte die Neigung der Notenbanker, die Geldpolitik zu lockern, im Protokoll der letzten EZB-Ratssitzung zum Ausdruck kommen. (11.07.2019/alc/a/a)