Corporate Bonds Österreich: Wienerberger mit einer Neuemission - Neuigkeiten von voestalpine und OMV


18.05.18 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Anfang Mai präsentierte der steirische Technologiekonzern Andritz AG die Ergebnisse für das 1. Quartal 2018, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Bedingt durch starke Rückgänge in den Segmenten Hydro und Metals seien die Umsatzerlöse auf Konzernebene im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7% auf EUR 1.291 Mio. gesunken. Operativ habe sich das EBITA von EUR 97,4 Mio. auf EUR 71,7 Mio. reduziert.

Die Emittenten aus dem österreichischen Agency Sektor hätten Ende April die Jahresergebnisse für das GJ 2017 vorgestellt. So habe die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 5,2% auf EUR 1.104 Mio. erhöht. Das EBITDA sei um 6,4% auf EUR 683 Mio. gestiegen.

Die ASFINAG habe die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 6,2% auf EUR 2,5 Mrd. steigern können. Maßgeblich hierfür habe sich unter anderem der starke Zuwachs bei den LKW-Mauterlösen gezeigt. Das EBITDA sei überproportional stark von 1.212 Mio. auf EUR 1.324 Mio. gestiegen, was zu einer leichten Verbesserung der EBITDA-Marge geführt habe. Für 2018 plane das Unternehmen keine Anleiheemissionen. Zudem solle die Dividende an den Staat von EUR 100 Mio. im Vorjahr auf EUR 170 Mio. in diesem Jahr steigen.

Die Umsatzerlöse der ÖBB Infrastruktur AG hätten im GJ 2017 bei rund EUR 2.101 Mio. stagniert. Das EBITDA sei ebenfalls nahezu unverändert bei rund EUR 1.347 Mio. geblieben.

Auch aus der Baubranche gab es Jahreszahlen innerhalb unserer Coverage von der PORR AG und STRABAG SE, so die Analysten der RBI. Darüber hinaus habe die Wienberger AG Zahlen zu Q1/2018 berichtet. Diese würden zeigen, dass der Ziegelhersteller trotz schlechter Witterungsbedingungen am Jahresanfang gut in das laufende GJ gestartet sei. So sei es gelungen den Umsatz auf EUR 675 Mio. (+2% geg. Q1 2017) zu steigern. Das EBITDA sei leicht zurückgegangen (-4%) auf EUR 44,1 Mio. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten (Währungseffekte, Konsolidierungseffekte, Liegenschaftsverkäufe) wäre dieses um 30% gestiegen. Die Unternehmensführung gehe für das GJ 2018 weiterhin von einem bereinigten EBITDA zwischen EUR 450 und 470 Mio. aus. Darüber hinaus habe Wienerberger am 23. April erfolgreich eine Senioranleihe (ISIN AT0000A20F9/ WKN A19Z04) im Volumen von EUR 250 Mio. (Kupon: 2,00%; 6J) emittieren können.

Bereits Ende April habe die OMV AG (OMV) die Unterzeichnung eines neuen Offshore-Konzessionsabkommens mit ADNOC bekannt gegeben. Hierbei habe die OMV den Zuschlag für einen 20% Anteil an zwei Ölfeldern in Abu Dhabi (SARB und Umm Lulu) erhalten. Die Investitionskosten für die OMV würden voraussichtlich rund USD 2 Mrd. betragen, wovon in den ersten fünf Jahren ungefähr USD 150 Mio. jährlich fällig würden. Von strategischer Bedeutung sei die durch die Unterzeichnung des Abkommens erreichte Erweiterung der Reservenbasis von rund 450 Millionen Barrel. Voraussichtlich solle das Ölproduktions-Plateau in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehntes erreicht werden bzw. werde eine Produktion von 20 kbbl/d anteilig für die OMV erwartet.

Die im Anschluss Anfang Mai veröffentlichten Q1/2018-Zahlen der OMV seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen - Umsatz: EUR 5,0 Mrd. (-9,8% vs. Q1/2017), CCS EBIT: EUR 818 Mio. (+1,6%), operativer Cashflow: EUR 1,1 Mrd. (+16,6%), Öl- und Gasförderung: 437 kbbl/d (+30,4%).

Unterdessen sei der Spatenstich für das neue Stahlwerk der voestalpine AG in Kapfenberg erfolgt. Das Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von EUR 350 Mio. solle 2021 fertig gestellt werden. Vorgesehen sei ein jährliches Produktionsvolumen von rund 205.000 Tonnen an hochwertigem Stahl.

Die Preise am österreichischen Wohnimmobilienmarkt seien nach Angaben der OeNB im Q1/2018 überraschend stark angestiegen. Während die Preise in Wien (Q1/2018: +3,5% vs. Q1/2017) nur leicht oberhalb der Inflationsrate zugelegt hätten, hätten diese vor allem außerhalb Wiens (+10,0%) stark angezogen. Österreichweit habe sich ein Zuwachs im Q1/2018 ein Zuwachs von 7,3% beobachten lassen.

Zwei Österreichische Banken hätten Anfang Mai gezeigt, dass für österreichische Covered Bonds am Primärmarkt durchaus eine "gesunde" Nachfrage bestehe. Die Hypo Oberösterreich habe einen EUR 300 Mio. schweren Subbenchmark Hypothekenpfandbrief mit sieben Jahren Laufzeit platziert. Die mit AA+ geratete Emission habe von über 50 Investoren ein Ordervolumen von EUR 590 Mio. einsammeln können. Somit habe die Emission trotz des engen Pricings von MS-5 BP auf ein deutlich überzeichnetes Orderbuch verweisen können.

Die Raiffeisen Landesbank-Steiermark (RLBS) habe die Gunst der Stunde genutzt, um Anfang Mai den längsten österreichischen Covered Bond seit fünf Jahren am Markt zu platzieren. Die RLBS habe ihre 15-jährige Emission bei MS+11 BP platzieren können, nachdem die initiale Pricing Indikation bei MS+15 BP gelegen habe. Die Laufzeit sei auf reges Marktinteresse gestoßen. Das Orderbuch für die EUR 500 Mio. schwere Emission habe bei über EUR 1,2 Mrd. von 65 Investoren gelegen. Damit seien in Österreich dieses Jahr bereits über EUR 3 Mrd. an Covered Bonds am Markt platziert worden und weitere Emissionen stünden bereits an. So befinde sich nächste Woche beispielsweise die Oberbank auf Roadshow. (Ausgabe 5 vom 17.05.2018) (18.05.2018/alc/a/a)





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