Bund-Future im Minus


16.02.18 11:45
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Der Start in die vergangene Handelswoche verlief am Rentenmarkt vergleichsweise ruhig, so die Börse Stuttgart.

Nachdem deutsche Bundesanleihen am Montag, und vor allem am Dienstagvormittag, noch leicht hätten zulegen können, habe die moderat aufkommende Dynamik schnell wieder nachgelassen. Da für Mittwochnachmittag Inflationsdaten aus den USA zur Veröffentlichung gestanden hätten, habe sich kaum ein Marktakteur im Vorfeld zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Offenbar nicht ganz zu Unrecht, wie sich habe herausstellen sollen. Punkt 14:30 Uhr sei der DAX binnen weniger Minuten um mehr als 200 Punkte eingebrochen, nachdem die Inflationsdaten in den USA höher gelegen hätten als im Vorfeld von Analysten erwartet.

Den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe es im Sog des deutschen Leitindex ebenfalls nach unten gezogen, wenngleich die Bewegung an den Rentenmärkten nicht ganz so heftig ausgefallen sei, wie beispielsweise an den Aktienmärkten. Dennoch habe auch für den Bund-Future am Mittwochabend ein Minus von gut 75 Basispunkten zu Buche gestanden.

Verantwortlich für die neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten seien die bereits erwähnten Inflationsdaten aus den USA gewesen. So seien die Verbraucherpreise im Januar mit 2,1 Prozent etwas stärker angestiegen, als im Vorfeld von Analysten erwartet (1,9 Prozent). Vor allem die aufkommende Dynamik der steigenden Verbraucherpreisentwicklung überrasche ein wenig. Gegenüber dem Vormonat sei die Inflationsrate um ganze 0,5 Prozent gestiegen. Insofern überrasche es kaum, dass sich Spekulationen um eine Zinserhöhung in den USA weiter verdichten würden. Bislang habe die FED weitestgehend das Heft des Handelns selbst in der Hand. Sollte jedoch die Inflation weiterhin in einer solchen Dynamik ansteigen, so könnte die US-Notenbank schon schnell zum Handeln gezwungen sein. In der Konsequenz würde das bedeuten, dass die FED nicht nur auf einer der nächsten Sitzungen die Zinsen erhöhen werde, sondern gleichzeitig, dass sie diese vielleicht sogar stärker erhöhen könnte, als von vielen Marktteilnehmern bislang erwartet. (Ausgabe 6 vom 16.02.2018) (16.02.2018/alc/a/a)