Bund-Future: Abwärtspotenzial vorhanden


16.04.19 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) verzeichnete zum Wochenstart zunächst Verluste, so die Analysten der Helaba.

Per Handelsschluss habe jedoch ein leichtes Plus zu Buche gestanden. Ein Anstieg des ZEW-Saldos der Konjunkturerwartungen könnte heute jedoch belasten. Das technische Bild bleibe zudem getrübt. Sollte der Unterstützungsbereich 164,25/32 unterschritten werden, drohe ein Rückfall bis zum Tief vom 19. März bei 163,63. Selbst ein Test des markanten Tiefs vom 1. März bei 162,42 könne dann nicht mehr ausgeschlossen werden. Erste Widerstände würden die Analysten bei 165,07 und an der 21-Tagelinie lokalisieren, die heute bei 165,38 verlaufe. Die Trading-Range liege zwischen 164,10 und 165,10.

Heute erweitere die niederländische Finanzagentur ein 10-jähriges Papier um bis zu 2 Mrd. EUR und morgen werde Deutschland im ultralangen Bereich aktiv. Im Mittelpunkt dieser Woche stehe aber zweifelsohne das französische Schatzamt, das am Donnerstag gleich drei OATs (unter anderem ein neues Papier mit 6-jähriger Laufzeit) und drei inflationsgeschützte Papiere im Gepäck habe. Das Gesamtvolumen liege bei bis zu 10,75 Mrd. EUR. Der Renditespread zu Bundesanleihen habe sich seit Anfang April reduziert - im Laufzeitbereich von zehn Jahren um etwa 5 auf 35 Basispunkte. Spanische Anleihen würden eine noch bessere Performance aufweisen. So habe sich die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen SPGBs und vergleichbaren OATs seit Ende März um 15 auf zuletzt 65 Basispunkte reduziert. (16.04.2019/alc/a/a)