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BoE-Sitzung: Zinsen auf Eis legen


13.09.18 14:30
State Street

Boston (www.anleihencheck.de) - Nach der heutigen Sitzung des Geldpolitischen Ausschusses (Monetary Policy Committee (MPC)) der Bank of England (BoE) nehmen Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets, Sophia Ferguson, leitende Portfoliomanagerin Active Fixed Income and Currency bei State Street Global Advisors, sowie Antoine Lesné, Leiter Strategie und Marktforschung EMEA bei SPDR ETFs, hierzu Stellung.

"Da immer noch die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Schocks durch einen No-Brexit-Deal besteht, überrascht es nicht, dass der Geldpolitische Ausschuss daran festhält, künftige Zinserhöhungen nur schrittweise und in begrenztem Umfang vorzunehmen", habe Metcalfe gesagt. "Sofern es bei den Daten nicht zu einer erheblichen Überraschung kommt, wird sich diese Aussage vor der Sitzung im Dezember auch kaum ändern; bis dahin sollte es theoretisch feststehen, in welche Richtung der Brexit-Deal geht."

"Der Brexit bleibt ein zentrales Risiko für die konjunkturellen Aussichten; die kurzfristigen Prognosen des Geldpolitischen Ausschusses hängen nach wie vor vom Ergebnis der laufenden Verhandlungen ab", habe Ferguson gesagt. "Während die jüngsten Lohn- und Wachstumsdaten die Prognosen der BoE untermauern, bleibt unklar, ob Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf vorübergehenden Effekten beruhen oder sich nach Ende des Sommers fortsetzen werden."

"Wie erwartet hat der Geldpolitische Ausschuss einstimmig beschlossen, die Zinsen auf Eis zu legen", habe Lesné gesagt. "Trotz der Erholung des Wirtschaftswachstums im Juli und einer nachlassenden Inflation erwarten wir in nächster Zeit keine weitere Zinserhöhung. Der Ausschuss wird sich wahrscheinlich bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres gedulden, wenn die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen klarer geworden sind." (13.09.2018/alc/a/a)