Bank of Japan: Wendepunkt in der ultra-lockeren Geldpolitik?


09.08.18 12:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die sogenannte Summary of Opinions der Bank of Japan, die dem eigentlichen Protokoll der Zentralbanksitzung vom 30./31. Juli vorausgeht, scheint zumindest teilweise den Beitrag von Reuters zu bestätigen, der am Dienstag die Runde machte, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

So genannten Quellen zufolge könnte es bei dieser Sitzung so etwas wie einen Wendepunkt in der ultra-lockeren Geldpolitik der BoJ gegeben haben, erkennbar an einem Kompromiss zwischen Tauben und Falken. Und zwar mit der Einführung einer sogenannten "forward guidance" für die Tauben und einer flexibleren Handhabung der Anleihekäufe für die Anhänger einer strafferen Geldpolitik. So habe etwa das Statement einen Meinungsunterschied unter den Ratsmitgliedern gezeigt, wie weit die Zielspanne für die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sein sollte. So solle sogar eine Erweiterung der Spanne von vormals -0,1/+0,1 Prozent bis hin zu einer Bandbreite von -0,25/+0,25 Prozent im Gespräch gewesen sein. Die Summary, die in einer ersten Reaktion als leicht taubenhaft interpretiert worden sei, habe sich - gemessen an der Entwicklung des Yen - am Ende doch eher als hawkish erwiesen.

Deswegen sei der Euro wieder in den unteren Bereich seiner Konsolidierung zwischen 128,40 und 131,40 EUR/JPY (ISIN EU0009652627/ WKN 965262) zurückgefallen. (09.08.2018/alc/a/a)




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