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Argentinien kämpft weiterhin mit der Inflation


25.03.19 14:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die argentinische Wirtschaft ist im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent geschrumpft, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Für das Gesamtjahr 2018 sei die Wirtschaftsleistung um 2,4 Prozent zurückgegangen. Zwar zeige sich die Wirtschaft in diesem Jahr noch immer schwach, es gebe aber leichte Hoffnungsschimmer. Die Industrieproduktion sei im Januar im Vorjahresvergleich um lediglich 10,8 Prozent gesunken, erwartet worden sei ein Rückgang von 12 Prozent nach 14,7 Prozent im Dezember. Auch das Baugewerbe habe sich zuletzt etwas erholen können. Die hohe Inflation hingegen bleibe ein Dauerthema. Die Preissteigerung sei im Januar höher als erwartet ausgefallen.

Der Peso sei daraufhin unter Druck gekommen. Von Anfang des Jahres bis Mitte Februar habe der Peso gegenüber dem Euro in Summe unverändert notiert. Seit Bekanntgabe der Inflationszahlen habe er neun Prozent abgewertet. Die Inflationserwartungen für das Gesamtjahr seien zuletzt von 30 Prozent auf 32 bis 34 Prozent nach oben korrigiert worden. Die Zentralbank steuere aggressiv dagegen, der kurzfristige Zinssatz liege bei über 60 Prozent. Bekämpfe die Zentralbank weiterhin glaubwürdig die Preissteigerung, könnte der Peso davon kurzfristig profitieren. Die gute Erntesaison könnte zusätzlich stützend wirken. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Oktober könnte der Peso aufgrund der politischen Unsicherheit jedoch erneut unter Druck geraten. (25.03.2019/alc/a/a)