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Anleihen-Studie: Nachhaltige Unternehmen sind die besseren Schuldner


12.07.18 12:31
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Rentenanleger, die beim Investieren Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) berücksichtigen, können Ausfallrisiko und Handelskosten senken, so die Experten von "FONDS professionell".

Das gehe aus einer Studie von Fidelity hervor. Firmen, die beim Umweltschutz, bei sozialen Belangen und bei der Unternehmensführung hohe Standards erfüllen würden, würden ihre Verbindlichkeiten nämlich mit höherer Wahrscheinlichkeit bedienen als Unternehmen, denen ESG-Kriterien nicht so wichtig seien.

Firmen mit hohem ESG-Score seien meist vergleichsweise niedrig verschuldet und würden höhere Umsätze und Dividendenrenditen als ihre weniger nachhaltigen Konkurrenten verzeichnen. Die Profitabilität eines Unternehmens weise dagegen nur eine geringe Korrelation mit dem ESG-Score auf.

Nicht nur die Ausfallwahrscheinlichkeit sei bei Gesellschaften mit hohen ESG-Werten niedriger, sondern auch die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs der Anleihen. Für Anleger bedeute das, dass die Handelskosten niedriger seien. Das wirke sich positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus.

"Unsere Studie zeigt, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei der Auswahl von Unternehmensanleihen die Anlageergebnisse verbessern kann", sage Annika Milz, Leiterin institutionelles Asset Management bei Fidelity. "Auffällig ist, dass der Faktor Governance der mit Abstand wichtigste Bestandteil eines hohen ESG-Wertes ist." Eine gute Unternehmensführung wirke sich also in der Regel positiv auf Umweltschutz und soziale Belange aus. (12.07.2018/alc/a/a)