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Anleihemarkt: Deutschland und Portugal werden aktiv


15.01.20 09:55
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Gestern wurden in den USA Inflationszahlen sowie die NFIB-Mittelstandsumfrage veröffentlicht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Beide seien etwas niedriger hereingekommen als dies vom Konsens erwartet worden sei. Sowohl die Kernrate als auch die Gesamtrate hätten 0,1 Punkte niedriger gelegen als vom Markt prognostiziert. Das Augenmerk der Märkte habe jedoch klar auf der heutigen Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China gelegen. In dem Phase-1-Deal solle sich China bereit erklären über die nächsten zwei Jahre US-Güter und Dienstleistungen im Wert von 200 Mrd. USD mehr zu erwerben. Dies solle in den Bereichen Energie, Landwirtschaft und Industriegüter geschehen. Im Gegenzug würden die USA einige Zölle, die in Kraft treten sollten, aussetzen. Eine Aufhebung aktueller Zölle sei nicht geplant und werde laut Finanzminister Mnuchin erst in einer zweiten Phase besprochen werden.

10-jährige US-Renditen seien seit gestern um 5 Basispunkte gefallen; der Euro/US-Dollar-Kurs habe sich seitwärts bewegt.

Des Weiteren werde heute die Industrieproduktion der Eurozone veröffentlicht. Hier würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG eine Erholung von 0,2% p.m. (Konsens bei 0,3%) erwarten, nachdem sie im Oktober um 0,5% p.m. gesunken sei. In den USA werde vom Konsens für den Empire State Manufacturing Index ein gleichbleibender Wert im Vergleich zum Vormonat erwartet (3,6).

Auf dem Anleihemarkt stocke heute Deutschland seine 30-jährige Anleihe um 1,5 Mrd. auf. Bei Portugal stünden heute eine Neuemission eines 1-jährigen und eine Aufstockung eines 6-monatigen Wertpapiers an. (15.01.2020/alc/a/a)