Aktienanleihe Protect 7% 2020/09 auf SAP: Kooperationen geben Impulse - Anleiheanalyse


04.11.19 09:45
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von SAP eine Aktienanleihe Protect 7% 2020/09 (ISIN DE000DF769G8 / WKN DF769G) mit dem Basiswert SAP vor.

SAP habe starke Zahlen für das dritte Quartal gemeldet. Wachstumstreiber sei erneut das Cloud-Geschäft gewesen. Frische Impulse versprächen eine neue Konzernführung sowie die Kooperationen, die der Softwarekonzern jüngst eingegangen sei.

Mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal habe SAP zugleich einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt gegeben: Nach dem langjährigen SAP-Chef Bill McDermott, der sich einer neuen Herausforderung bei einem kleineren Cloud-Anbieter in den USA widme, übernehme mit Jennifer Morgan und Christian Klein ein Duo die Führung von SAP. Morgan habe zuletzt das wichtige Cloud-Geschäft bei den Walldorfern geleitet, während Klein unter anderem für die Weiterentwicklung der Datenbank S/4HANA zuständig gewesen sei.

Auf dem Kapitalmarkttag am 12. November werde das neue Führungsduo seine Pläne für die kommenden Jahre vorstellen. Dabei geht es mit Rückenwind in die Veranstaltung, denn die Zahlen für das dritte Quartal fielen nach unserer Ansicht überraschend gut aus, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, weiter. Von Juli bis September seien die Umsatzerlöse um 13% auf 6,8 Mrd. Euro gestiegen, das Betriebsergebnis habe um 20% auf rund 2,1 Mrd. Euro zugelegt. Besonders dynamisch sei erneut das Cloud-Geschäft gewachsen, wo die Erlöse um 37% auf 1,8 Mrd. Euro geklettert und die New Cloud Bookings um 39% gestiegen seien. Die erhöhte Nachfrage im Cloud-Geschäft sei nicht zuletzt auf Vertriebsvereinbarungen zurückzuführen, die SAP z.B. mit Microsoft geschlossen habe und die einen Verkauf der SAP-Produkte über die Vertriebskanäle von Microsoft vorsehe. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2019 sei mit Vorlage der Quartalszahlen bestätigt worden.

Vergangene Woche habe SAP eine strategische Partnerschaft mit Porsche vereinbart, die eine Kooperation bei der Entwicklung neuer Software für die Automobilindustrie zum Ziel habe. Die Bedeutung von Software werde insbesondere mit Blick auf die Vernetzung der Fahrzeuge - Stichwort autonomes Fahren - in den nächsten Jahren weiter steigen. Konkret möchten SAP und Porsche im Bereich der künstlichen Intelligenz und bei solchen Geschäftsmodellen zusammenarbeiten, die auf der Aggregation und Auswertung von Daten aufbauen würden. Die zeitnahe Analyse von Daten könne Wettbewerbsvorteile schaffen, wenn Unternehmen dadurch z.B. schneller auf Kundenwünsche oder Änderungen im Nachfrageverhalten reagieren könnten. Ziel der Kooperation sei es, standardisierte IT-Lösungen zu entwickeln, die auch anderen Unternehmen zur Verfügung stehen sollten.

Mit den Zahlen für das dritte Quartal habe SAP positiv überraschen und die Margen verbessern können. Dies ist aus unserer Sicht ein gutes Signal im Hinblick auf Zweifel seitens der Marktbeobachter, ob SAP seine Margenziele erreichen kann, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, weiter. Die relative Stärke des US-Dollar gegenüber dem Euro stärke nach Einschätzung von Dickel die Wettbewerbsposition des Konzerns, bei dem mit dem Vorstandswechsel zugleich ein Generationswechsel eingeleitet worden sei. Mögliche Risiken für die Geschäfte sehe man in einem verschärften Wettbewerb mit Unternehmen wie Oracle oder Salesforce, insbesondere, da sich die SAP-Kunden mit dem Umstieg auf die cloudbasierte Datenbanklösung S/4HANA Zeit lassen würden. Im Rahmen der Vertriebskooperation mit Microsoft sollten Komplexität und Kosten von S/4HANA optimiert und die Kundenzufriedenheit verbessert werden, um mehr Kunden zum Umstieg auf die Cloud-Version zu bewegen. Weitere Risiken könnten aus Dickels Sicht von einer Abschwächung der Konjunktur ausgehen, in deren Folge Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Lösungen drosseln würden. Zudem könnten Währungseffekte, die im dritten Quartal positiv zu Buche geschlagen hätten, in kommenden Quartalen auch negativen Einfluss auf die Bilanz haben.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der SAP SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit am 21.09.2020 (Rückzahlungstermin), einer Barriere von 95,00 Euro, einem Basispreis von 125,00 Euro und einer Zinszahlung von 7,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.09.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 0,00 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Jeder Kurs der Aktie der SAP SE liege während der Beobachtungstage vom 22.10.2019 bis zum 14.09.2020 (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 95,00 Euro oder der Schlusskurs der Aktie der SAP SE liege an der maßgeblichen Börse (Xetra Frankfurt) am 14.09.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 125,00 Euro. In diesem Fall werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Mindestens ein Beobachtungspreis liege auf oder unter der Barriere von 95,00 Euro und der Referenzpreis liege unter dem Basispreis von 125,00 Euro. In diesem Fall erfolge die Lieferung einer durch das Bezugsverhältnis (8,00) bestimmten Anzahl von Aktien der SAP SE. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags. Dieser entspreche dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bruchteil des Basiswerts. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien des Basiswerts sei ausgeschlossen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien des Basiswerts SAP SE am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe Protect zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe Protect richte sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 21.09.2020 (Rückzahlungstermin) hätten und davon ausgehen würden, dass der Basiswert SAP SE während der Beobachtungstage (22.10.2019 bis 14.09.2020) immer über der Barriere von 95,00 Euro liegen werde. (Stand vom 01.11.2019) (04.11.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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99,98 € 100,09 € -0,11 € -0,11% 11.12./17:32
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000DF769G8 DF769G 101,66 € 99,57 €
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