Aktienanleihe Classic 4,1% 2019/12 auf adidas: Der Sportartikelhersteller trimmt sich fit - Anleiheanalyse


14.01.19 09:15
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von adidas eine Aktienanleihe Classic 4,1% 2019/12 (ISIN DE000DDN7NL0 / WKN DDN7NL) mit dem Basiswert adidas vor.

Mehr Sport zu treiben sei ein häufig gefasster guter Vorsatz für das neue Jahr. Hersteller von Sportbekleidung wie adidas würden das gerne hören, schließlich brauche es zum Laufen oder Fußballspielen auch das passende Paar Schuhe und funktionale Kleidung.

Für adidas seien die Geschäfte im vergangenen Jahr sehr gut gelaufen. So habe man trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM insgesamt 8 Mio. Trikots sowie 10 Mio. Fußbälle absetzen und sich zudem einem weltweiten Publikum präsentieren können. Der bis 2022 laufende Ausrüstungsvertrag mit dem DFB sei im vergangenen Jahr um vier weitere Jahre verlängert worden. Somit würden die drei Streifen des adidas-Logos auch bei der Heim-EM im Jahr 2024 die Trikots der deutschen Elf zieren.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 habe adidas einen Umsatzanstieg um 3% von 5,68 auf 5,87 Mrd. Euro verzeichnet. Ohne negative Währungseffekte wäre der Zuwachs mit 8% noch höher ausgefallen. Vor allem in Nordamerika und der Region Asien-Pazifik seien Schuhe und Bekleidung von adidas gefragt gewesen, in Westeuropa seien die Umsätze dagegen leicht zurückgegangen. Höhere Preise und ein guter Produktmix hätten jedoch dafür gesorgt, dass das Betriebsergebnis im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,2% von 795 auf 901 Mio. Euro zugelegt und sich die operative Marge von 14,0% auf 15,3% erhöht habe.

Aufgrund der schwächeren Umsatzentwicklung in Westeuropa habe adidas Anfang November 2018 den Ausblick für den Umsatz im Gesamtjahr leicht gesenkt und erwarte nun einen währungsbereinigten Anstieg zwischen 8% und 9% (bisher: Etwa 10%). Gleichzeitig sei die Prognose für das Betriebsergebnis deutlich angehoben worden. Hier erwarte man nun einen Anstieg um 12% bis 16% (bisher: 9% bis 13%). Die operative Marge solle sich um etwa 1,0% auf 10,8% und damit ebenfalls stärker als zuvor erwartet verbessern (bisher: Anstieg um 0,5% bis 0,7%).

Mit Blick auf Reebok habe der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorstedt jüngst in einem Interview bekräftigt, die Marke mit dem laufenden Sanierungsprogramm bis 2020 wieder profitabel zu machen. Den Problemen in Europa werde man mit vereinfachten Strukturen im Vertrieb begegnen. Diese sollten das Unternehmen in die Lage versetzen, neue Markttrends schneller aufzugreifen und die Kunden mit entsprechenden Produktangeboten zu bedienen.

Die Einführung neuer Produkte könnte nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams die schwächelnden Umsätze in Europa anfachen. Nordamerika und die Region Asien-Pazifik sowie der Online-Handel sollten sich weiterhin als stabile Wachstumstreiber erweisen. Der Sportartikelhersteller profitiert unseres Erachtens von dem weltweit gestiegenen Gesundheitsbewusstsein und seiner starken Marke, auf die Verbraucher auch außerhalb sportlicher Aktivitäten zurückgreifen, so das DZ BANK-Derivate-Team.

Darüber hinaus starte im Januar die zweite Tranche des bis Mai 2021 laufenden Aktienrückkaufprogramms, in dessen Rahmen adidas eigene Aktien im Wert von bis zu 3,0 Mrd. Euro erwerben wolle. Mit der ersten Tranche habe das Unternehmen im vergangenen Jahr 5,1 Mio. Aktien für insgesamt 1,0 Mrd. Euro zurückgekauft. Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sehe man in den gestiegenen konjunkturellen Unwägbarkeiten, negativen Währungseffekten, einer Verschärfung der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China bzw. der EU sowie einem härteren Preiswettbewerb mit Nike.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der adidas AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 23.12.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 178,571 Euro und einer Zinszahlung von 4,10% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 23.12.2019, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der adidas AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der adidas AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der adidas AG an der Börse Xetra Frankfurt am 16.12.2019 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 178,571 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, würden Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (5,60) bestimmte Anzahl von Aktien der adidas AG erhalten. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese würden Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe erhalten. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen. Anleger würden einen Verlust erleiden, wenn der Wert der gelieferten Aktien der adidas AG am Rückzahlungstermin zuzüglich des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der adidas AG am 16.12.2019 auf oder über 178,571 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 1,68 Euro belaufen. (Stand vom 11.01.2019) (14.01.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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