voestalpine legt starke Zahlen für das GJ 20/21 vor - VOEAV 1,75% 2026 Anleihe halten!


09.06.21 11:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) bekräftigen ihre Halteempfehlung für die VOEAV 1,75% 2026 Anleihe (ISIN AT0000A27LQ1 / WKN A2R0KA) der voestalpine AG (ISIN AT0000937503 / WKN 897200).

Die meisten Endmärkte der voestalpine hätten sich im GJ 20/21 erholt, wobei Öl & Gas sowie die Luftfahrt etwas zurückgeblieben seien. Mit einem allmählichen Anstieg der Versandmenge über das Jahr hinweg hätten auch Umsatz und EBITDA Verbesserungen gezeigt. Für das Gesamtjahr sei der Umsatz um rund 11% auf EUR 11,3 Mrd. gesunken. Das EBITDA habe bei EUR 1,1 Mrd. (-4% vs. GJ 19/20) und damit über den Erwartungen von rund EUR 1 Mrd. gelegen. Die EBITDA-Marge habe bei 10,1% gelegen, ein Plus von 0,8 PP.

Aufgrund eines signifikanten Working Capital Abbaus in Höhe von EUR 633 Mio. habe sich der OCF auf EUR 1,6 Mrd. belaufen, was zu einem Free Cashflow von EUR 1 Mrd. geführt habe, der auch von geringeren Capex, die unterhalb der Abschreibungen gelegen hätten, unterstützt worden sei. Insgesamt habe der starke Cashflow eine substanzielle Reduzierung der Nettoverschuldung auf EUR 2,9 Mrd. ermöglicht (von EUR 3,8 Mrd. im GJ 19/20), wodurch das Net Gearing das interne Ziel von 50% i.W. erreicht habe (von 69% am Ende des GJ 19/20 und 62% per Dezember 2020). Zudem konnte ein Deleveraging auf 2,6x am Ende des GJ 20/21 (vs. 3,3x im GJ 19/20) erreicht werden und damit deutlich unter unseren Erwartungen, so die Analysten der RBI.

Vor diesem Hintergrund würden die Analysten der RBI davon ausgehen, dass die voestalpine in einer komfortablen Position sein sollte, die im Oktober fällig werdende Anleihe mit den derzeitigen Barmitteln in der Bilanz (EUR 1,2 Mrd.) und den ungenutzten Kreditlinien in Höhe von EUR 1,1 Mrd. zu refinanzieren, und würden daher eine Inanspruchnahme der Anleihemärkte im Herbst für nicht notwendig halten.

Unter der Annahme, dass die aktuelle Nachfragesituation zumindest bis zum Ende des Kalenderjahres 2021 anhalte, rechne die voestalpine für das GJ 21/22 mit einem EBITDA in der Bandbreite von EUR 1,6 bis 1,9 Mrd. Da Wachstumsprojekte wieder in den Fokus rücken dürften und wir von einem normalisierten Working Capital ausgehen, erwarten wir, dass sich auch der Free Cashflow im GJ 21/22 auf ein Niveau normalisieren wird, das in der Vergangenheit verzeichnet wurde und unserer Meinung nach ein weiteres Deleveraging ermöglicht, so die Analysten der RBI.

Die Sekundärmarktkurve der voestalpine-Anleihen habe sich im Vergleich zum Februar 2021, als die Analysten der RBI ihre "halten"-Empfehlung für den VOEAV 1,75% 2026-Bond kommuniziert hätten, etwas versteilt, wobei die Spread-Differenz zwischen der 2026- und der 2024-Anleihe nun bei etwa 25 BP liege, gegenüber 10 BP im Februar. Die beiden Anleihen hätten sich gegenüber der BBB- Ratingkurve um jeweils ca. 25 BP eingeengt und würden nun näher an der BBB-Fair Value Kurve handeln als noch im Februar 2021. Auf diesem Niveau würden die Analysten der RBI die Anleihen jedoch noch nicht für überbewertet halten, da sich die Fundamentaldaten des Stahlsektors weiter deutlich verbessert hätten und die voestalpine solide Zahlen für das GJ 20/21 vorgelegt habe, welche ein deutliches Deleveraging gezeigt hätten. Darüber hinaus entspreche das Pricing weiterhin dem der europäischen Steel Peers.

Daher bekräftigen wir unsere Halten-Empfehlung für die VOEAV 1,75% 2026 Anleihe, so die Analysten der RBI. (09.06.2021/alc/a/a)
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
105,01 € 105,00 € 0,01 € +0,01% 16.06./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000A27LQ1 A2R0KA 106,00 € 98,23 €
Werte im Artikel
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