voestalpine-Aktienanleihen mit 5,5 bis 9,25% pro Jahr - Anleiheanalyse


15.06.17 10:30
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe drei Aktienanleihen der Erste Bank auf die Aktie von voestalpine vor.

Mehr Sicherheit, weniger Rendite: Die Erste Bank lasse ihren Anlegern die Wahl und emittiere gleich drei Aktienanleihen auf den österreichischen Stahl- und Industriegüterkonzern voestalpine, der in den letzten zwölf Monaten mehr als 36 Prozent auf aktuell 40 Euro habe zulegen können. Alle drei Produkte mit dem Nominalwert von 1.000 Euro seien noch bis zum 27.06.2017, dem Tag der Konditionenfestlegung, zu zeichnen und würden in einem Jahr (28.06.2018) zurückgezahlt bzw. durch eine Aktienlieferung getilgt.

Optimisten, die von (leicht) steigenden Kursen ausgehen würden, würden zur Anleihe (ISIN AT0000A1W8Q6 / WKN EB0FAM) greifen: Bei dieser klassischen Aktienanleihe werde der Basispreis exakt auf Höhe des Schlusskurses definiert; die Aktie müsse also am Bewertungstag zumindest auf diesem Level notieren. Ohne Sicherheitspuffer (abgesehen von den Zinsen selbst) würden die Zinszahlungen mit 9,25 Prozent p.a. entsprechend stattlich ausfallen.

Vorsichtigere Optimisten würden bei der Aktienanleihe Protect (ISIN AT0000A1W8S2 / WKN EB0FAL) einen etwas geringeren Kupon in Höhe von 7,5 Prozent p.a. erhalten, dafür aber von einem 20-prozentigen Sicherheitspuffer profitieren: Dieser werde durch eine Barriere erzeugt, die in Höhe von 80 Prozent des Schlusskurses definiert werde. Sofern diese während der gesamten Laufzeit nicht berührt oder unterschritten werde, sei die Rückzahlung des Nominalbetrags gesichert.

Für noch vorsichtigere Anleger, die sich zusätzlich gegen zwischenzeitliche höhere Kursverluste absichern wollten, eigne sich die Aktienanleihe Protect Pro (ISIN AT0000A1W8R4 / WKN EB0FAN). Diese zahle zwar "nur" einen Kupon in Höhe von 5,5 Prozent p.a., dafür sei die Barriere (80 Prozent, wie oben) aber nur am finalen Bewertungstag (26.06.2018) aktiv. Damit bleibe der Schutzmechanismus auch an Tagen mit sehr starken Kurseinbrüchen in Kraft; es komme allein auf den Aktienkurs am Bewertungstag an.

Negatives Szenario: Sofern der Basispreis am Bewertungstag unterschritten werde (oder die Barriere einmalig bzw. am Bewertungstag verletzt worden sei, erfolge anstelle einer Rückzahlung des Nominalwerts die Lieferung von 25 Aktien gemäß Bezugsverhältnis (= 1.000 Euro / 40 Euro Basispreis). Sofern diese später zu einem Kurs unterhalb des Basispreises verkauft würden, entstünden Verluste.

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Alle Produkte richten sich an aktienaffine Anleger, die angesichts der relativ hohen Indexstände in den nächsten zwölf Monaten nicht mehr mit Direktinvestments im höchsten Gang weiterfahren, sondern stattdessen lieber ein bisschen Tempo rausnehmen und bereits mit einer Seitwärtsbewegung interessante Renditen kassieren möchten, so die Experten vom "ZertifikateReport". (15.06.2017/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.