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Zinsmarkt: Weiterer geopolitischer Konflikt möglich - Bislang keine erhöhte Suche nach sicheren Finanzanlagen


11.05.18 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Mit den zunehmenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran bzw. dem aufgekündigten Atomabkommen der USA mit dem Iran könnte in den kommenden Wochen ein weiterer geopolitischer Konflikt Einfluss auf die Finanzmarktentwicklung nehmen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Bislang sei am Markt jedoch noch keine erhöhte Suche nach sicheren Finanzanlagen zu beobachten gewesen. In den USA seien gestern die Zahlen für die Verbraucherpreise im Monat April veröffentlicht worden. Der Preisauftrieb habe mit 0,2% p.m. - beziehungsweise ohne Energie und Nahrungsmittel mit 0,1% p.m. - ein wenig unter den Erwartungen gelegen. Die Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die zurückliegende Woche hätten mit 211 Tsd. nahe dem zuletzt verbuchten tiefsten Wert seit Ende 1969 gelegen. Im Laufe des Jahres wird nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Bank International AG angesichts der guten Konjunktur- und Arbeitsmarklage der Lohn- und somit Preisdruck in den USA zunehmen.

Am heutigen Datenkalender steche das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan hervor. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG rechnen mit einem in etwa unveränderten Wert gegenüber April. Laut Ratingkalender habe heute Moody's die Möglichkeit, eine neue Einschätzung für Slowenien (Baa1 (s)) zu veröffentlichen. Am Primärmarkt plane heute Italien, Anleihen mit Laufzeit 4/2021, 3/2025 und 9/2033 aufzustocken. Das Gesamtvolumen solle zwischen EUR 5,25 und 6,75 Mrd. liegen. (11.05.2018/alc/a/a)