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Zinsmarkt: Spanien hat drei Anleihen aufgestockt


03.08.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA steht heute der Arbeitsmarktbericht für Juli im Mittelpunkt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Analysten würden mit einem Beschäftigungszuwachs von 193 Tsd. rechnen. Die Arbeitslosenquote dürfte nach dem überraschenden Anstieg im Juni wieder etwas zurückgegangen sein. Für die Löhne würden die Analysten einen Zuwachs von 0,2% p.m. (2,7% p.a.) erwarten. In der Eurozone hätten gestern Unstimmigkeiten über Budgetfragen innerhalb der italienischen Regierung für einen deutlichen Anstieg der Risikoprämie (10J vs. DE) gesorgt. Sie sei um 15 BP auf 245 BP gestiegen.

Die Bank of England habe gestern wie erwartet den Leitzins um 25 BP auf 0,75% erhöht. Die britischen Währungshüter würden offenbar die Gefahr einer Überhitzung aktuell höher einschätzen als die Gefahr eines harten Brexit. Die Märkte würden diesen Optimismus bisher nicht teilen. Das GBP habe gegenüber dem EUR knapp einen halben Cent verloren. Nachdem neue Verhandlungen zwischen China und den USA zuletzt Hoffnung im Handelsstreit hätten aufkeimen lassen, habe US-Handelsminister Ross die Rhetorik nun wieder verschärft. Der Konflikt schwele weiter, der CNY (Chinesischer Yuan) notiere heute Morgen klar tiefer.

Am Primärmarkt habe gestern Spanien drei Anleihen mit Laufzeit 2021, 2023 und 2028 um insgesamt EUR 4 Mrd. aufgestockt. Es seien Renditen von -0,15%, 0,37% und 1,42% erzielt worden. Die Auktion Frankreichs von drei Anleihen mit Laufzeit 2029, 2033 und 2038 über EUR 6,4 Mrd. habe Renditen von 0,74%, 0,98% und 1,28% erzielt. Heute habe Moody's die Möglichkeit einer Ratingeinschätzung zu Lettland, Fitch könne sich zu Finnland, Deutschland und Malta äußern. (03.08.2018/alc/a/a)