Zinsmarkt: Deutschland stockt Fixzinsanleihe 2022 auf und will 3 Mrd. EUR aufnehmen


07.06.17 10:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der gestern in den USA veröffentlichten JOLT-Umfrage zufolge stieg die Zahl der unbesetzten Stellen im April auf 6,044 Millionen und damit den höchsten Stand seit Datenerhebung im Dezember 2000, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Rein rechnerisch kämen damit derzeit nur noch zwei Arbeitssuchende auf jede nicht besetzte Stelle. Anfang 2010 seien es noch zehn gewesen. Abgesehen von den bereits vorliegenden Zahlen zum deutschen Auftragseingang würden heute keine relevanten Konjunkturdaten mehr veröffentlicht. Die deutsche Industrie habe im April gegenüber dem Vormonat um 2,1% niedrigere Orders verzeichnet. Dank des starken Auftragseingangs im Februar und März liege das Bestellvolumen aber dennoch nur um 0,2% unter dem Durchschnitt des ersten Quartals. Für die morgen Früh zur Veröffentlichung anstehenden Daten zur Industrieproduktion zeichne sich nun ein Anstieg um 0,7% p.m. ab.

Österreich habe gestern zwei Fixzinsanleihen (ISIN AT0000A1PE50 / WKN A188ES und ISIN AT0000A1VGK0 / WKN A19GCS) mit Fälligkeit im Juli 2023 bzw. April 2027 um in Summe EUR 1,38 Mrd. aufgestockt. Die durchschnittliche Emissionsrendite habe bei -0,1% bzw. 0,52% gelegen. Beide Emissionen seien stark überzeichnet gewesen. Deutschland habe über die Aufstockung einer inflationsindexierten Anleihe (ISIN DE0001030567 / WKN 103056) mit Laufzeitende im April 2026 EUR 0,4 Mrd. eingenommen. Für heute plane Deutschland die Aufstockung einer Fixzinsanleihe (ISIN DE0001141752 / WKN 114175) mit Fälligkeit im April 2022. Es sollten EUR 3 Mrd. aufgenommen werden. (07.06.2017/alc/a/a)




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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0001141752 114175 103,11 € 100,76 €
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