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Zinsmärkte: Politik prägt das Geschehen


13.06.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Das Zerbrechen der Regierungskoalition in Finnland sowie das erneute Scheitern der Koalitionsverhandlungen in den Niederlanden gestern sollten den Marktakteuren vor Augen führen, wie fragil das politische Umfeld im Euroraum nach wie vor ist, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die aus Marktsicht erfreuliche Entwicklung in Frankreich könne nicht darüber hinweg täuschen, dass so klare Verhältnisse in den meisten Euroraum-Ländern die Ausnahme und nicht die Regel seien. In den Niederlanden gebe es auch drei Monate nach den Parlamentswahlen keine Regierung bzw. nicht einmal die Aussicht auf eine solche. In Finnland bestehe eine recht hohe Wahrscheinlichkeit für vorgezogene Neuwahlen. In Italien
sei letzte Woche überraschend eine Wahlrechtsreform im Parlament gescheitert und in Spanien sei der Konflikt über eine mögliche Unabhängigkeit Kataloniens wieder hochgekocht.

Auch in den USA präge die Politik weiter das Geschehen. Gestern hätten zwei Generalstaatsanwälte Anklage gegen Präsident Trump erhoben. Sie würden ihm die Verquickung privater Geschäftsinteressen mit seinen Amtsgeschäften vorwerfen. Sofern es sich wie im vorliegenden Fall bei den Geschäftspartnern um ausländische Regierungen handle, stelle dies einen Verstoß gegen die Verfassung dar.

In der Eurozone würden heute die Ergebnisse des ZEW-Konjunkturumfrage für Juni vorgestellt.

Italien werde heute zwei Fixzinsanleihen (ISIN: IT0005250946, WKN: A19GDA und ISIN: IT0005246340, WKN: A1V3HR) mit Laufzeit bis Juni 2020 bzw. Mai 2024 aufstocken. Die Emission solle zwischen EUR 4,5 Mrd. und 5,5 Mrd. einbringen. (13.06.2017/alc/a/a)