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Zinsanstieg von US-Staatsanleihen nach Wahlausgang in Georgia


06.01.21 16:15
Aegon Asset Management

Baltimore (www.anleihencheck.de) - Nach aktuellem Stand hat der demokratische Kandidat Jon Ossoff die Stichwahlen in Georgia knapp für sich entscheiden können, so die Experten von Aegon Asset Management.

Die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen seien daraufhin über 1% gestiegen. Dies kommentiert Nick Chatters, Fixed Income Manager bei Aegon Asset Management:

"Das Wahlergebnis in Georgia hat sicherlich zu einem Abverkauf bei US-Staatsanleihen geführt, aber wie nachhaltig wird diese Bewegung sein? Die Wahl kippt das Gleichgewicht im Senat zugunsten der Demokraten, wenn wir den Vizepräsidenten mit einbeziehen, was natürlich zu der Annahme führt, dass es Anfang des Jahres einen weiteren Schwung fiskalischer Anreize geben wird. Dies ist eindeutig negativ für Staatsanleihen. Wir müssen uns jedoch fragen, was mittelfristig der Treiber für die Renditen ist? Es ist zwar interessant, über fiskalische Anreize zu sprechen, und sie sind wichtig für das Wachstum, aber der Haupttreiber für die Renditen von Staatsanleihen bleibt der Leitzins. Der Kanal zu höheren Leitzinsen führt über die Beschäftigung und die Inflation in den USA - ein Weg, der lange und unsichere Verzögerungen aufweist. Für Staatsanleihen ist dies also wichtig, aber nicht so wichtig wie die FED." (06.01.2021/alc/a/a)