Zentralbanken kaufen weniger Gold


08.09.20 08:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Zentralbanken weltweit haben laut Daten des Internationalen Währungsfonds im Juli 2020 netto mit lediglich knapp neun Tonnen ihren Reserven so wenig Gold hinzugefügt wie seit Dezember 2018 nicht mehr; brutto wurden 27 Tonnen erworben, so die Analysten von Postbank Research.

Die Türkei sei dabei mit 19 Tonnen für den Löwenanteil der Ankäufe verantwortlich gewesen; Katar, Indien und Kasachstan lediglich für geringe Mengen. Auf der Verkäuferseite hätten sich hingegen Usbekistan mit 11,6 Tonnen und die Mongolei mit 6,1 Tonnen befunden. Im Gesamtjahr 2020 hätten die Notenbanken rund um den Globus bis Ende Juli gut 200 Tonnen Gold erworben. Relevanter für die Rekordjagd der Goldpreise in den vergangenen Wochen seien allerdings Käufer börsengehandelter Produkte gewesen, die mit physischem Gold hinterlegt seien. Diese hätten bis Ende Juli 899 Tonnen erworben. Seit den Rekordhochs bei 2.075 US-Dollar pro Feinunze Anfang August würden die Goldpreise weiterhin auf hohem Niveau gehandelt. Mittelfristig sollte Gold als Portfolio-Beimischung jedoch interessant bleiben. (08.09.2020/alc/a/a)




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