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Zeigen FOMC-Protokolle den Zinspfad für 2018 auf?


03.01.18 09:10
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem der Offenmarktausschuss der FED (FOMC) in seiner letzten Sitzung den Leitzinskorridor in den USA um 0,25% angehoben hatte, werden heute die Protokolle der Dezember-Sitzung veröffentlicht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Da die Entscheidung zur Zinsanhebung mit 7:2 nicht einstimmig ausgefallen sei, werde der Argumentation der beiden Abweichler besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Darüber hinaus dürften die in den Protokollen enthaltenen Kommentare zu den volkswirtschaftlichen Projektionen - vor allem im Hinblick auf die unverändert unter dem Zielwert von 2% liegenden Inflationsprognosen der FED - weiteren Aufschluss über die zukünftige Strategie der US-Notenbank geben. Anstelle der von der Notenbank selbst veranschlagten drei Zinserhöhungen um 25 BP für das Jahr 2018, würden die Analysten nur zwei Zinsschritte in diesem Umfang jeweils im März und September erwarten.

Der Euro habe zuletzt deutlich auf über 1,20 USD zulegen können. Würden die FOMC-Protokolle für die Devisenmarktakteure Indizien dafür liefern, dass das Tempo der geldpolitischen Straffung hinter den bisherigen Prognosen der FED zurückbleiben könnte, bestehe für den Euro kurzfristig noch weiteres Aufwertungspotenzial. (03.01.2018/alc/a/a)