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Werden Konjunktursorgen gedämpft?


04.01.19 10:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Konjunkturelle Sorgenfalten sind auch infolge der nachgebenden Aktiennotierungen der letzten Monate größer geworden, so die Analysten der Helaba.

Im Hinblick auf die Eurozone dürfte es wohl nicht zu einer Stimmungswende kommen. Die Einkaufsmanagerindices des Dienstleistungsgewerbes hätten im Trend des vergangenen Jahres nachgegeben und die Vorabschätzungen in Deutschland, Frankreich und der Eurozone hätten dies untermauert. Mit den spanischen und italienischen Zahlen werde sich daran kaum etwas ändern, auch wenn das italienische Pendant des Verarbeitenden Gewerbes unerwartet, leicht habe zulegen können.

Immerhin: Die deutsche Arbeitsmarktsituation sollte unverändert solide sein. Die Arbeitslosigkeit werde bei 5,0% gesehen und die Zahl der Arbeitslosen sollte wie in den Monaten zuvor nachgeben. Bevor die Akteure sich den US-Arbeitsmarktdaten widmen würden, stehe die Schnellschätzung der EWU-Verbraucherpreise auf dem Programm. Niedrigere Öl- und Benzinpreise würden die Gesamtteuerung deutlich fallen lassen. Ein Unterschreiten der Konsensschätzung von 1,8% VJ sollte aufgrund der Ergebnisse in Deutschland, Spanien und Belgien ins Kalkül gezogen werden. Wichtiger im Hinblick auf die EZB-Politik erscheine derweil die Kernteuerung. Deutsche Daten würden auf eine unveränderte Rate von 1,0% hinweisen. Ein nachhaltiger Aufwärtstrend der Kerninflation lasse mithin noch immer auf sich warten.

Trotz des teilweisen "government shutdown" in den USA solle der Arbeitsmarktbericht planmäßig veröffentlicht werden, während andere Regierungsbehörden die Datenveröffentlichungen verschoben hätten. Die Vorgaben für die Beschäftigungsentwicklung seien positiv. So habe der ADP-Report mit einem Plus von 271 Tsd. Stellen überzeugt und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lägen weiterhin auf einem tiefen Niveau. Die Arbeitslosenquote sollte entsprechend bei 3,7% verharren. Wichtig sei im aktuellen Umfeld die Entwicklung der Stundenlöhne. Die Konsensschätzung sei verhalten und sehe einen leichten Rückgang der Vorjahresrate. Angesichts der aufkommenden Zinssenkungserwartungen bezüglich der FED, sei erhöhte Vorsicht geboten. (04.01.2019/alc/a/a)