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Wer traut der Bank of England?


19.11.21 09:19
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Anfang November schien es eine ausgemachte Sache, dass die Bank of England (BoE) den Leitzinssatz von 0,10% anheben würde, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Trotz klarer Indizien durch die englischen Notenbanker sei es anders gekommen. Die Enttäuschung auf den Zins- und Währungsmärkten sei entsprechend gewesen und das Britische Pfund (GBP) sei abgestraft worden. Am vergangenen Montag habe BoE Gouverneur Andrew Bailey nun erneut die Hoffnung geschürt. In einem Interview habe er sich besorgt bezüglich der überschießenden Inflation geäußert.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Oktober mit einem Anstieg auf 4,2% (Sep. 3,1%) habe Baileys Befürchtung bestätigt. Die VPI Kernrate habe um 3,4% (Sep. 2,9%) angezogen. Positiv entwickele sich die Arbeitslosenrate, die nach Ende des Kurzarbeiterprogramms auf 4,3% gesunken sei. Folglich habe das Pfund zugelegt und EUR/GBP sei bis 0,8380 zurückgefallen. Dabei helfe auch die vorsichtige Haltung der EZB. Kurz, die englischen Zinsfantasien für eine Dezember Zinsanhebung seien wieder entfacht. Doch werde die Bank of England diesmal liefern? EUR/GBP werde seitwärts zwischen 0,8380 und 0,8470 erwartet. (19.11.2021/alc/a/a)